Gedanken – Was war, was ist und was sein wird

Nach zugegebenermaßen viel zu langer Zeit gibt es also mal wieder ein Update meiner Seite.

Normalweise verfasse ich ja in diesem Bereich eher Texte, über die – so hoffe ich wenigstens – der eine oder andere ein wenig nachdenkt, nachdem er oder sie den jeweiligen Artikel gelesen hat. Insofern unterscheidet sich der vorliegende Text sicher von meinen früheren Gedanken, da er anders ist. Persönlicher.

Als ich mich Ende Dezember 2008 dazu entschlossen habe, nach langer Zeit wieder eine Geschichte zu schreiben und diese auch zu veröffentlichen – denn diejenigen, die sich bei den Kurzgeschichten finden, sind beileibe nicht alle, die ich verfasst habe; es sind allerdings die, die ich gut genug fand, sie allen Interessierten zur Verfügung zu stellen – habe ich mich an den Beginn meiner Seite zurück erinnert.

Fast dreieinhalb Jahre ist es nun her, dass ich mich entschlossen habe, eine solche Seite ins Leben zu rufen. Soweit ich mich erinnere, war es gegen Ende September 2005, als ich mich daran gemacht habe, meine Seite zu erstellen. Angespornt von den damals bereits vorhandenen Kurzgeschichten mit ähnlicher Thematik einiger meiner Meinung nach überaus begabter Autoren sowie der Tatsache, dass sich aber gerade keine, noch dazu deutschsprachige Seite fand, die sich hauptsächlich mit dem Thema Stuffing befasste, stellte ich damals den ersten Teil meiner Kurzgeschichte Mia & Sarah ins Netz. Kurze Zeit später folgte Teil 2, und schon bald kamen in den folgenden Monaten nicht nur immer wieder neue Geschichten aus meiner Feder hinzu, sondern es fanden sich mit der Zeit auch einige Gastautoren, die mir freundlicherweise ein paar wirklich schöne Geschichten zukommen ließen mit der Bitte, diese doch ebenfalls zu veröffentlichen. Das tat ich natürlich sehr gern: es war eine wirkliche Freude für mich zu sehen, dass nicht nur meine Seite an sich Anklang fand, sondern es tatsächlich eine recht große Gruppe an Personen zu geben schien, die sich auf die eine oder andere Weise mit den hier behandelten Themen befassen wollte. Denn es ist wahrlich kein Geheimnis, dass auch ich mich mit dieser doch eher ungewöhnlichen Vorliebe – soweit es denn tatsächlich eine "ungewöhnliche" sein sollte, doch dazu später mehr – eine Zeit lang ziemlich allein gefühlt hatte. Darauf möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht eingehen, denn zum einen war das zu einem Zeitpunkt, der einige Jahre vor der Erstellung dieser Seite liegt. Zum anderen weiß ich heute, dass ich damit falsch lag. Jedenfalls, als ich meine erste Geschichte ins Netz gestellt habe, da hätte ich nicht gedacht, wie sich alles entwickeln würde. Denn wie manche vielleicht wissen, betreue ich neben dieser eher auf Kurzgeschichten basierenden Seite seit knapp eineinhalb Jahren noch eine weitere Seite, die sich mit Stuffing befasst. Dabei habe ich jedoch meistens auf eine strikte Trennung der beiden Projekte geachtet, denn leider: auch wenn viele erotische Literatur immerhin noch als Literatur betrachten, so ändert sich die Haltung mancher sofort, wenn sie mit filmischem Material des selben Inhalts konfrontiert werden. Unabhängig davon war diese Seite hier aber seit jeher auf deutschsprachige Besucher zugeschnitten, während meine andere Seite für ein internationales Publikum gedacht war bzw. dies nach wie vor ist.

In den nicht ganz dreieinhalb Jahren seit damals habe ich, wohl zu einem großen Teil bedingt durch die Arbeit an diesen Seiten, viel Kontakt zu Gleichgesinnten oder doch wenigstens zu solchen Leuten gehabt, die sich vielleicht nicht direkt für Stuffing interessierten, aber von anderen Aspekten des Zuviel-Essens angesprochen wurden. Die Rede ist von den vermutlich in der Gesellschaft weitaus bekannteren Feedern, deren Ruf – wie ich feststellen konnte – auch in unserer "Gemeinschaft" sehr unterschiedlich ist. Doch ich habe auch ganz andere Leute kennen gelernt, oder mich wenigstens mit ihnen unterhalten, nachdem sie auf meine Seite gestoßen waren und mich kontaktiert hatten.

Rückblickend muss ich sagen, dass sich natürlich in den drei Jahren nicht nur meine Seiten stetig weiter entwickelt haben, sondern auch ich selbst viele meiner Ansichten während dieser Zeit wiederholt geändert habe. Ausschlaggebend dafür war mit Sicherheit zu einem Teil auch all das, was ich in den unzähligen Emails, in diversen Foren oder das Chatten mit Hilfe von Messengerprogrammen lesen oder diskutieren konnte.

Selbstverständlich habe ich in dieser Zeit auch viele Leute getroffen, die ich aus meiner heutigen Sicht ohne weiteres als (Online-)Freunde bezeichnen würde. Ich empfand es dabei sehr interessant zu sehen, wie häufig hierbei ein "Reifeprozess" zur Sprache kam, der dem meinen ziemlich ähnelte. Auch heute noch bekomme ich in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder Emails von Leuten, die sich ihrer Vorliebe schämen und meine Hilfe erbitten. Ich weiß nicht, wie oft ich schon gefragt wurde, wie man mit dieser Vorliebe umgehen sollte, ob man anderen davon erzählen sollte oder wie man sie dem Freund oder der Feundin nahe bringt. Zuletzt habe ich mich über dieses Thema vor ziemlich genau zwei Wochen unterhalten, mit einem jungen Mann aus Rumänien, der mich mit genau diesen Fragen kontaktierte. Dass ich gerade dieses Beispiel nehme, hat seinen Grund. Denn durch das Internet ist es heute viel leichter als noch vor einigen Jahren, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Schon ein kurzer Blick auf die Freundesliste meines msyspace-Profils genügt dabei, um zu erkennen, wie verbreitet unsere Vorlieben in internationaler Hinsicht sind: Amerikaner, Russen, Deutsche, Japaner, Italiener, Franzosen, Mexikaner, Brasilianer, Australier – diese Aufzählung ließe sich mühelos fortsetzen. Und die meisten von ihnen stellen sich früher oder später dieselben Fragen, nämlich die, die ich oben erwähnt habe.

In diesem Zusammenhang möchte ich meinerseits jedoch auch einmal eine Frage in den Raum stellen, denn: auch wenn es mich ehrt, so wundert es mich doch, wie häufig ich Adressat solcher Fragen werde. Denn was habe ich vorzuweisen, dass mich besonders kompetent bei deren Beantwortung macht? Natürlich versuche ich trotzdem, jede der an mich gerichteten Fragen so gut wie möglich zu beantworten, das heißt, soweit es mir meine Erfahrungen oder Ansichten zulassen.

Dabei habe ich schon mehrere Dinge feststellen können: es erstaunt mich häufig, wie selbstsüchtig wir doch tatsächlich sind. Manche können es sich vielleicht nicht vorstellen, doch für jemanden wie mich, dem die freie Entscheidung jedes einzelnen Menschen überaus wichtig ist, gestaltet sich beispielsweise die Beantwortung der Frage, wie man seine Freundin am besten überreden könnte, zuzunehmen, als… nun sagen wir einmal: schwierig. In solchen Fällen bleibt mir nicht viel anderes zu sagen, als dass man eine solche Fantasie zwar erwähnen kann (und meiner Meinung nach auch sollte, zumindest, wenn die Beziehung eine ernste ist), aber niemals erwarten darf, der andere müsse darauf eingehen. So etwas mag sich von selbst verstehen, doch gibt es viele, die das nicht akzeptieren können oder wollen. Natürlich wird in diesem Rahmen regelmäßig die schon angedeutete Vorfrage aufgeworfen, nämlich ob man eine solche Vorliebe dem Partner oder der Partnerin gegenüber überhaupt ansprechen sollte. Ich für meinen Teil bejahe das, denn immerhin möchte man mit eben jenem Partner bzw. jener Partnerin vielleicht sogar das ganze Leben verbringen. Schon der Respekt vor dem anderen gebietet es, mit diesem ehrlich zu sein.

Es ist allerdings erstaunlich, wie häufig ich dabei auch missverstanden werde. Ich empfehle nämlich grundsätzlich, dass man zu dem stehen sollte, wer man ist. Vorlieben wie Stuffing oder Feeding sind Teil unserer Persönlichkeit, und beileibe kein Grund, dass man sich dafür schämt. Aus welchem Grund sollte man das auch tun? Darüber habe ich schon oft nachgedacht, jedoch nie eine überzeugende Antwort finden können. Wenn ich tatsächlich mal eine fand, die mir halbwegs richtig erschien, so fielen mir meistens recht bald bessere Argumente dagegen ein. Der Punkt ist: erstaunlicherweise verstehen viele diesen Rat dahingehend, dass sie sich gewissermaßen "outen" sollten – was mich doch sehr überrascht. Denn dass man zu etwas steht muss ja nicht zwangsläufig heissen, dass man es jedem auf die Nase bindet. Es ist wie mit jemandem, der raucht: er wird kaum in einen Raum treten und ausrufen: "Heh, hier bin ich. Ich bin Raucher." Denn das sehen die anderen ohnehin, wenn er sich irgendwann eine Zigarette anzündet. Übertragen auf die Vorliebe verstehe ich daher meinen Rat anders: es geht nicht darum, auf die Leute zu zugehen und diese damit zu konfrontieren. Es geht auch nicht darum, dass man seine Vorliebe rechtfertigt oder von anderen Toleranz oder Akzeptanz fordert. Gerade das ist das Gegenteil von dem, was ich mir darunter vorstelle, wenn man zu etwas steht. Es ist eher so, dass man – würde man tatsächlich darauf angesprochen – gelassen mit einem Schulterzucken entgegnet: "Ja. Ja, das gefällt mir." Anders ist es natürlich dem Partner gegenüber, hier setze ich durchaus beiderseite Offenheit voraus – der geneigte Leser wird aus diesen Ausführungen bestimmt meinem Hang zum Idealsimus erkennen.

Auch wenn es in manchen gerade der von mir selbst verfassten Artikel so klingt, als trete ich dafür ein, mehr Akzeptanz oder Toleranz für die genannten Vorlieben zu erzeugen. Oder dass ich mir mehr Unvoreingenommenheit gegenüber dickeren Menschen erhoffe. Dem ist nicht so. In meinen Augen ist es eine Selbstverständlichkeit, einen Menschen so hinzunehmen, wie er ist. Es geht nicht darum zu sagen, "ich akzeptiere dich". Wer einen anderen akzeptiert, der muss dies nicht betonen. Das ist wie unter Geschäftsleuten: sagt einer, "Mir können Sie vertrauen.", so sollte man hellhörig werden – denn meistens ist dann irgendein Haken an dem Geschäft.

In diesem Zusammenhang muss ich allerdings einmal betonen, dass mich auch immer wieder erstaunt, wie wenig tolerant doch gerade diejenigen sind, die nach mehr Toleranz und Akzeptanz für sich selbst verlangen. Ich hoffe ja, dass das, was man im Nachmittagsprogramm auf manchen Privatsendern zu sehen bekommt, nicht einen Querschnitt durch unsere Geselschaft darstellt, andernfalls müsste mein Urteil über diese noch schlechter ausfallen, als es das ohnehin tut. Man möge mir meine Ausdrucksweise verzeihen, doch es überzeugt wenig, wenn ein Mensch, dessen Ausmaße eher an die eines Nilpferdes erinnern, wild gestikulierend sein schlankeres Gegenüber anbrüllt mit der Forderung, man solle ihn gefälligst akzeptieren. Und noch ehe der andere darauf antworten kann darauf hinweist, man selbst könne ja schließlich abnehmen, während blöd blöd bleibt. Es mag erstaunlich klingen, aber Intelligenzquotient und Körpermasse verhalten sich weder in der einen noch in der anderen Richtung proportional zueinander. Ansonsten – man möge mir diesen anti-amerikanischen und eigentlich meiner üblichen Ansicht vollkommen widersprechenden Witz verzeihen – wären die Amerikaner ja das klügste Volk auf diesem Planeten. Nebenbei bemerkt: wir würden aber stark an dem ersten Platz der Amerikaner rütteln, denn wenn man aktuellen Zeitungsberichten Glauben schenken darf, sind wir immerhin schon das dickste Volk in Europa. Aber schließlich heisst es ja auch: Deutschland, das Land der Dicken und Denker. Wobei ich den Denker angesichts des Nachmittagsprogrammes auf manchen Privatsendern in Frage stelle…

Jedenfalls: eine solche Einstellung (nämlich die des zuvor erwähnten, beleibteren Mitbürgers) ist nicht förderlich, sie zeigt eher, dass der gemachte Vorwurf wohl auch beim Aussprechenden zutrifft. Immerhin stellt sich auch die Frage, ob nicht derjenige, der hier nach Akzeptanz verlangt, seinerseits akzepieren muss, dass ein Anderer diese Lebensweise nunmal nicht gut heißt. Dies sollte für beide Seiten gelten.

Nun mag gerade der letzte Absatz auch etwas von meiner persönlichen Einstellung offenbaren, doch bringt er mich darauf zurück, was ich zuvor in Frage gestellt habe: meine Kompetenz, solche Fragen umfassend und immer richtig beantworten zu können. Vielleicht sollte es an dieser Stelle einmal gesagt sein: ich selbst kann mit stark übergewichtigen Menschen, jedenfalls in sexueller Hinsicht, wenig anfangen. Sie sind in meinen Augen keine schlechteren Menschen oder dergleichen, und ich spreche ihnen natürlich keineswegs das Recht ab, zu sein wie sie sind oder sein wollen. Die meisten fettleibigen Menschen gefallen mir nur einfach nicht. In den meisten Fällen finde ich sie schlicht unattraktiv.

Auch das ist ein Thema, über das ich mich schon oft unterhalten habe. Dass wir alle unterschiedliche Geschmäcker haben – was auch gut so ist – sollte eigentlich bekannt sein. Trotzdem, ich habe durchaus Leute kennen gelernt, die bis heute nicht begreifen können, dass zum Beispiel eine Frau, die für sie die Erfüllung ihrer Träume wäre, auf mich körperlich etwa so anziehend wirkt wie meine Schreibtischlampe. Nun gut, das ist vielleicht ein schlechter Vergleich, zumindest, wenn es sich um eine fettleibige Dame handeln sollte. Doch will ich ja hier nicht beleidigend werden und einen anderen Vergleich ziehen, der zwar optisch zutreffender wäre, jedoch auch unangemessen.

Interessanterweise hatte ich vor nicht langer Zeit ein Gespräch mit jemandem aus der Freundesliste meines Messengerprogrammes, bei dem ich das oben Gesagte bestätigt fand. Im Rahmen des Gesprächs kam die Frage auf bzw. es wurde von mir verlangt, zu erklären, was an einem Wasserbauch so schön sei. Zur Erklärung: ich hatte damals für meine andere Seite ein Video produzieren lassen, bei dem eine junge Frau versucht hat, in möglichst kurzer Zeit Unmengen von Wasser zu trinken. Interessanterweise kam die Frage von jemandem, der selbst einen völlig anderen Geschmack als ich ihn habe, hat, zumindest soweit das schöne Geschlecht betroffen ist. Für den Fragesteller nämlich ist eine Frau erst dann eine Frau, wenn sie mindestens 200 kg auf die Waage bringt. Selbstverständlich – das hat mein Gesprächspartner vorausgesetzt – sollte ich dieses natürlich so hinnehmen, am besten kommentarlos. Ich hingegen sah mich in die Position versetzt, mich rechtfertigen zu sollen. Vielleicht erahnt der eine oder andere, dass unter diesen Voraussetzungen das Gespräch etwas schleppend verlief.

Es kann natürlich auch sein, dass ich meinen Gesprächspartner falsch verstanden habe. Vielleicht war er tatsächlich nur daran interessiert, mehr über meine Vorliebe zu erfahren, damit er sie verstehen könnte. Dem Gesprächsverlauf nach sprach aber eher wenig dafür. Doch unabhängig davon ist dieses ja nur ein Beispiel dafür, wie ein simples Gespräch darüber, wer oder was man ist, einen unverwünschten Verlauf nehmen kann. Das habe ich nur zu oft erlebt.

In einem gewissen Sinne zeigt das durchaus ein Problem, das selbst unter den Leuten, die sich einer der angesprochenen Vorlieben zugetan sehen, wohl nur schwer gemeistert werden kann. Denn – auch das habe ich bereits erwähnt – aufgrund unserer Selbstsucht neigen wir einfach dazu, anderen unseren Willen aufzwingen zu wollen. Wenn man so durch Foren unseres Themenbereichs sieht, fallen einem ziemlich schnell einige Widersprüche auf. Den einen geht es nur darum, als beleibteres Mitglied unserer Gesellschaft von derselben akzeptiert zu werden, andere betrachten solche Übergewichtigen Menschen überhaupt erst als in Frage kommende Partner für sich selbst und wieder andere wollen gegebenenfalls auch nachhelfen, dass der Partner oder die Partnerin die verlangte Körperform, etwa durch Mästen, erreicht. Und weh dem, der den Standpunkt des anderen in Frage stellt.

Zugegeben, ich selbst kann häufig die Wünsche oder Fantasien anderer Menschen nicht nachvollziehen. Das sage ich zum Beispiel auch im Hinblick auf das gerade erwähnte Mästen oder Feeding. Aber warum sollte ich, zumindest solange diese nicht dazu führen, dass ein Anderer gegen seinen Willen geschädigt wird, dagegen etwas einwenden? Immerhin, ich selbst stehe ja noch einmal ganz woanders; für mich ist es in sexueller Hinsicht das Größte, wenn eine schlanke bis leicht mollige Frau sich bis zum Platzen mit Essen vollstopft. Auch das können viele nicht nachvollziehen. Aber deswegen streiten und sich gegenseitig rechtfertigen zu müssen scheint mir nicht erstrebenswert.

Ich empfinde es – nach nunmehr dreieinhalb Jahren, in denen ich mich häufiger als ich es damals vermutet hätte, mit diesen Dingen befasst habe – sogar als fraglich, ob es Sinn macht, all das unter einen Hut bringen zu wollen. Denn nach den Ausführungen zwei Absätze zuvor ist es eigentlich offensichtlich, dass sich ein gemeinsamer Ansatzpunkt nur schwer finden lässt. Eine Zeit lang dachte ich, man könnte diesen einfach im Zuviel-Essen sehen. Dass das aber nicht stimmen kann zeigt sich schon daraus, dass – soweit es nur um die Frage nach der Akzeptanz dickerer Menschen geht – der Ansatz schon gar nicht mehr passt. Mittlerweile bin ich für meinen Teil aber ohnehin zu dem Ergebnis gekommen, dass es eines solchen gar nicht bedarf. Denn wie gesagt: jeder nach seiner fasson.

Aus dem bisher Geschriebenen müsste eigentlich ersichtlich sein, dass ich für manche Fragen wohl nicht der richtige Ansprechpartner bin, dieser nicht sein kann und auch eigentlich nicht will. Es stimmt, auch wenn es in meinen Geschichten manchmal anders herüber kommt: es geht mir nicht darum, für gewisse Bereiche mehr Akzeptanz zu schaffen. Wenn sie zum Nachdenken anregen, so ist das gut. Aber letzten Endes geht es mir darum, mit meinen Geschichten bestimmte Fantasien zu befriedigen. Oder, zumindest teilweise, eigene Erlebnisse zu verarbeiten. Wobei ich jedoch gerne zugebe, dass ich mir in unserer Gesellschaft insgesamt, also nicht nur auf den hier angesprochenen Themenkreis beschränkt, eine größere Bereitschaft zur Befassung mit Dingen wie Akzeptanz, Toleranz, Ehrlichkeit und dergleichen wünschen würde. Dies dann aber in einer viel umfassenderen Weise, als es hier nur angedeutet werden kann. Denn in so ziemlich jedem Lebensbereich gibt es ein paar vorgefertigte Meinungen, die man nach Belieben kritiklos übernehmen kann und sein Leben danach ausrichten – und darin sind letztlich fast alle Probleme begründet, die unsere Gesellschaft heute hat. Doch ich schweife vom Thema ab.

Es gibt jedoch auch Fragen, für die ich auf gar keinen Fall der richtige Ansprechpartner bin. Genau genommen haben diese nämlich direkt eigentlich mit gar keiner der hier behandelten Vorlieben zu tun. Als ich vor etwas mehr als zwei Jahren das erste Mal darauf angesprochen wurde, hielt ich es noch für einen Zufall, für ein Versehen. Nachdem allerdings mit der Zeit Fragen dieser Art mehrfach bei mir eingingen, hatte ich eine Weile tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, ein paar Geschichten von meiner Seite zu entfernen. Die Rede ist von denen, in denen das Thema Wasserfolter angesprochen oder gar geschildert wird. Alleine im letzten halben Jahr wurde ich hierzu viermal kontaktiert – dem Anschein nach von verschiedenen Personen, die sich allerdings in bemerkenswerter Art und Weise für Dinge interessierten, die ich nun wirklich nicht erklären konnte (und teilweise auch nicht wollte – wer weiß, wer da tatsächlich Verfasser der Email ist und was er mit dem durch meine Antwort erlangten Wissen für Ideen entwickelt). Jedenfalls – da ich weder Historiker noch ein wiedergeborener Folterknecht bin (zumindest hoffe ich, dass es keinen Inquisitor meines Namens gab), fielen meine Antworten auf Fragen nach der exakten Historie, der angewandten Techniken und des genauen Ablaufs verständlicherweise knapp aus. Ehrlich gesagt verbrachte ich jeweils die meiste Zeit beim Tippen meiner Antworten damit mir zu überlegen, ob angebliche Geschichtsstudenten wirklich bei dem Betreuer einer solchen Seite wie die meine eine ist, Aufklärung zum Thema Wasserfolter suchen sollten. Vielleicht wäre es in einem solchen Fall ratsamer, ein gutes Geschichtsbuch zu Rate zu ziehen – nicht nur, weil das der studentischen Arbeit würdiger wäre. Wobei ich es zugegebenermaßen durchaus amüsant finden würde, fände sich am Ende einer wissenschaftlichen Abhandlung zu dem Thema ein Quellenverweis auf meine Person bzw. meine Seite.

Jedoch sind es auch solche Emails oder Unterhaltungen in Chats, Foren und über Messengerprogramme, die für meinen persönlichen Reifeprozess in den letzten dreieinhalb Jahren mitverantwortlich sind. Glaube ich dem, was mir von manchen meiner Onlinebekanntschaften immer wieder mal zugesprochen wird, so habe ich aber anscheinend trotzdem viel für unsere Szene getan. Eine interessante Formulierung, bedenkt man dass ich doch ausser dem Schreiben einiger Texte nichts geleistet habe. Und es meiner Einschätzung nach "eine Szene" gar nicht gibt. Beispielweise war ja meine andere Seite – ich hatte sie eingangs erwähnt – nicht die erste Seite, die Stuffing für ein internationales Publikum darstellen sollte. In der Tat gab es eine andere Seite ähnlichen Inhalts schon eine Weile, ehe ich die meinige schuf. Den meisten Leuten "aus der Szene" ist diese sicherlich bekannt, ihren Namen will ich aus bestimmten Gründen nicht nennen (wer mir deswegen eine Email schreibt, wird ebenfalls keine Antwort erhalten). Doch wird auf dieser anderen Seite – nennen wir sie einfach "die Konkurrenz" – so manches behauptet, das meiner eigenen Erfahrung nach schlicht und einfach falsch ist. So habe ich dort einmal gelesen, dass (frei übersetzt) das Bestehen einer Vielzahl von Bezahlseiten in diesem Metier kaum eine Chance hätte, da es sich um ein wirklich kleines Stück Kuchen handeln würde, das es zu verteilen gäbe. Mit anderen Worten: das Angebot wäre zu groß, da nur ein beschränkter Interessentenkreis bestehen würde.

Nun ist das jedoch so gar nicht die Erfahrung, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Wenn ich gelegentlich einen Blick auf die Statistiken meiner Seiten, insbesondere der, die sich an ein internatinoales Publikum richtet, werfe, dann stelle ich nämlich fest, dass diese überaus gut besucht sind. So musste ich bereits einmal wegen der zu hohen Besucherzahlen den Server wechseln. Selbst die Konkurrenz wirbt ironischerweise mit den vielen tausend hits, die sie jeden Tag erhält. Aber auch ein Blick in die bekannten Foren spricht Bände, Mitgliederzahlen, die in die Tausende gehen, sind keine Seltenheit. Sogar in den weniger bekannten Foren trifft man oftmals noch auf viele hundert Nutzer. Und dann wäre da noch myspace, meines Wissens nach die größte Webcommunity überhaupt. Obwohl ich dort nicht sonderlich aktiv bin, umfasst meine Freundesliste doch mehrere Seiten. Und das, obwohl ich meine Profil dort so angelegt habe, dass es sich ausschließlich mit meiner Vorliebe befasst. Schließlich muss man dabei immer noch berücksichtigen, dass nicht ein jeder, der sich für Stuffing (oder meinetwegen auch Feeding) interessiert, dies im Internet zur Schau trägt, auch wenn es dort ungleich leichter zu sein scheint als im Alltag.

Der Punkt ist: wenn es tatsächlich "eine Szene" gibt, so ist diese alles andere als klein. Was mich wieder zurückbringt auf die Frage, die ich am Anfang einmal aufgeworfen habe: handelt es sich tatsächlich um eine ungewöhnliche Vorliebe?

Gewiss, dafür spricht, dass es in der Tat nicht ganz leicht ist, einen Einstieg in die Szene zu finden. Hat man das allerdings einmal geschafft, so erkennt man relativ schnell, dass es sich im eine weites (virtuelles) Land handelt. Dazu kommt, dass – zumindest soweit Stuffing betroffen ist – es sich in der Tat um eine recht alltägliche Sache handelt. Oder wer hat es noch nicht erlebt, dass jemand aus der eigenen Umgebung nach einem üppigen Mahl sich über den viel zu vollen Bauch beklagt hat? Situationen, in denen das Zuviel-Essen zu Tage tritt, sind beileibe nicht selten. Als ungwöhmlich könnte dabei allerdings zu qualifizieren sein, dass dies für manche zu einem Gefühl der sexuellen Erregung führt.

Erst vor kurzem habe ich gelesen, ich weiß leider nicht mehr wo, warum dies vor allem bei Frauen der Fall sein kann. Da ich leider kein Mediziner bin kann ich es natürlich nicht so gut erklären, wie es in dem Artikel der Fall war. Doch ist manchem bestimmt bekannt, dass ein Teil der Frauen während der Schwangerschaft "liebeshungriger" als normal ist. Der Grund dafür scheint darin zu liegen, dass aufgrund des Kindes im Bauch der Frau auf bestimmte Organe Druck ausgeübt wird, was nun dazu führt, dass diese leichter in einen Zustand der sexuellen Erregung kommen kann. Eine eigentlich gar nicht so schlechte Erfindung der Natur, insbesondere wenn man sich vor Augen hält, dass der gleiche Effkt bei manchen Frauen eintritt, wenn sie sich bis zum Anschlag überfressen.

Allerdings ist es natürlich auch einfach in der Form möglich, dass schon alleine das Zusehen bei einer Fressorgie eine sexuelle Erregung nach sich zieht – es ist ja nicht so, dass ich damit jetzt etwas Neues erzähle. Was mir persönlich allerdings neu, weil bis vor kurzem unbekannt, war, ist etwas, das mir eine andere Onlinebekanntschaft kürzlich berichtet hat.

Ich sollte hierzu vielleicht ein wenig ausholen: wie bereits mehrfach erwähnt betreue ich neben dieser noch eine weitere Seite, und ein nicht unerheblicher Anteil der Arbeit an dieser anderen Seite fließt in das Finden und das Kontakthalten mit Models. So habe ich in den letzten Jahren Kontakte zu einer Vielzahl von hübschen, jungen Damen geknüpft, die auf meine Anfrage hin Interesse zeigten. Nebenbei bemerkt, erst durch die Betreuung meiner anderen Seite wurde mir persönlich so richtig bewusst, wie viel Spaß vor allem Frauen daran haben, Stuffing auszuüben – eine Feststellung, die sicher viele männliche Anhänger dieser Vorliebe freuen wird. Denen, die nun sagen werden, die einzige Motivation dieser Damen sei die Bezahlung, sei versichert, dass dem nicht so ist. Um dies zu veranschaulichen, es kommt seit kurzem vor, dass ich nicht mehr nach Models suche, sondern sich diese von sich aus bei mir melden. Andere dieser Models haben sich auch schon erkundigt, wie sie es denn schaffen könnten, noch mehr zu essen. Und dann gab es sogar eine, die mir "gebeichtet" hat, dass sie Stuffing kürzlich in das (natürlich private) Liebesspiel mit ihrem Freund eingebunden hat – und begeistert war. Im Übrigen lege ich bei der Auswahl großen Wert darauf, dass es eben nicht eine reine "Dienstleistung" von Seiten der Frauen ist – schließlich sollen andere Dinge, vor allem der Spaß und die Lust am Essen, im Vordergrund stehen.

Nun, jedenfalls war ich kürzlich mit einer dieser Frauen in eine angeregte Unterhaltung verwickelt. Ich hatte sie kurz zuvor kontaktiert und ihr erklärt, für welche Art von Produktion sie meiner Meinung nach in Frage kam. Denn nach einigen Anfangsschwierigkeiten, wie sie wohl jedes Unternehmen hat, bin ich seit langem dazu übergegangen, möglichst genau zu erklären, worauf es beim Stuffing ankommt. Eine Frage, die ich dabei immer stelle ist auch die, ob die betreffende Dame etwas in dieser Richtung bereits einmal gemacht hat. Interessanterweise ist die Antwort hierauf viel häufiger ein "Ja" als man zunächst annehmen würde. Nicht so allerdings bei dieser Dame – und regelmäßig beginne ich dann, mit der Dame eine Art Besprechung. In diesem Fall aber lief die Besprechung ein wenig anders als üblich ab. Denn schon nach zwei Sätzen meiner Wenigkeit sagte sie etwas, das mich mehr oder weniger stutzig machte.

Ich bin mir relativ sicher, dass der Begriff "Peepshow" bekannt ist. Auch was man sich darunter vorzustellen hat, dürfte mehr oder weniger klar sein, wollen wir es einmal als erotisches Körperkino für den zahlenden Kunden nennen. Zumeist eine Art Striptease, vielleicht ein erotischer Tanz. Eben das, was man üblicherweise damit in Verbindung bringt.

Vielleicht ahnt man bereits, was genau sie mir geschildert hat, doch war bis zu diesem Zeitpunkt hin für mich derartiges Undenkbar gewesen. Das heisst, ich hätte mir zwar durchaus vorstellen können, dass es derartiges gab. Doch hätte ich es für sehr unwahrscheinlich gehalten. Nachdem sie es mir gesagt hatte, war ich dementsprechend daran gegangen, mich genauer zu informieren. Und tatsächlich musste ich feststellen, dass es – ich nenne sie einmal so – keine Erfindung war, wenn sie von Stuffing-Peepshows sprach. Eine Erfindung aus – natürlich – dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten: ein zahlender Kunde darf einer hübschen Frau dabei zusehen, wie sie vor seinen Augen was immer er wünscht isst, solange bis sie eben nicht mehr kann. Ein interessanter Gedanke (und möglicherweise der Beweis dafür, dass die Amerikaner tatsächlich das klügste Volk auf unserem Planeten sind?), und in einer gewissen Art und Weise sicherlich eine Form der Prostitution. Insofern hätte ich vielleicht nicht überrascht sein sollen.

Doch meine Überraschung basiert im Wesentlichen auf der zweiten Information, die mir bekannt wurde. Denn es ist dies kein Einzelfall, vielmehr haben einige (schlanke) Damen sich darauf spezialisiert, einen durchaus großen Kundenstamm nur auf diese Art und Weise zu unterhalten. Und sie verdienen damit auch ganz gut.

Nun scheint derartiges wirklich kein Einzelfall zu sein. Bedingt durch die Betreuung meiner Seiten habe ich – wie ja vorhin schon erwähnt – relativ viel Kontakt mit Leuten gehabt, die sich für Stuffing oder Feeding interessieren. Dementsprechend habe ich auch zuletzt, als mich ein anderer Nutzer bei myspace darauf ansprach und meinte, er sei einer der wenigen, die sich hierfür interessierten, meiner eigenen Erfahrung entsprechend, dieser Aussage nicht zustimmen können. Selbstverständlich, wenn man sich regelmäßig in bestimmten Kreisen bewegt, so wird man diese irgendwann auch dann für normal halten, wenn sie es eigentlich nicht sind. Ein solches selektives Sehen ist ja nichts neues. Aber die Sache liegt hier ja anders: noch vor ein paar Jahren war es auch im Internet schwierig, die oben genannten Vorlieben zu finden. Wenn man hingegen heute mittels einer der bekannten Suchmaschinen das Netz durchstöbert, dann wird jeder – und damit auch jemand, der die Begriffe Stuffing oder Feeding nicht kennt – recht schnell entsprechende Seiten finden. Das ist ganz natürlich, auch das Internet ist in den letzten Jahren "in die Breite" gewachsen.

Das bringt mich zu dem Schluss, dass es sich eben nicht um eine ungewöhnliche Vorliebe im eigentlichen Sinne handelt, also nicht eine, für die man sich schämen müsste. Es ist – und auch das sage ich nur mit Vorbehalt – eine vielen Menschen einfach unbekannte Vorliebe.

Andererseits ist gerade das wieder einer der Aspekte, die ich persönlich daran sehr interessant finde: es macht mir ungemein Spaß, sie neugierigen Menschen nahe zu bringen und zu sehen, wie sie reagieren.

In jedem Fall aber muss ich sagen, dass mir die Arbeit an den Seiten und der Kontakt mit Gleichgesinnten in den letzten drei Jahren viel Spaß bereitet hat. Schon deswegen möchte ich entgegen der manchmal mir gegenüber geäußerten Befürchtung, ich würde diese Seite hier einstellen wollen, widersprechen: auch wenn es anders als in den ersten Monaten des Bestehens der Seite nur noch selten Updates gibt, so werde ich so lange es mir möglich ist, immer mal wieder etwas an der Seite arbeiten, verändern oder hinzufügen. Allerdings – und dieses Recht nehme ich mir heraus – werde ich nicht mehr alle Geschichten, die ich früher verfasst habe und die ich schon fast mit auf die Seite genommen hatte, veröffentlichen. Denn wie gesagt, in dreieinhalb Jahren ändert man so manche seiner Ansichten, und soweit es mich betrifft, werde ich in Zukunft keine vom mir verfasste Geschichte mehr veröffentlichen, in der das Thema Gewichtszunahme enthalten ist. Ich werde meine Gründe dafür nicht darlegen, nur soviel: aufgrund meiner sonstigen Ansichten Übergewicht betreffend und vor allem, weil ich selbst mich nunmal allein der Vorliebe des Stuffings zugetan sehe, werden sich meine zukünftige Geschichten auch nur noch darum drehen.

Wer bis hierhin durchgehalten hat und meinen doch etwas unstrukturiert gehaltenen Ausführungen folgen konnte – immerhin habe ich das alles hier in einem Rutsch geschrieben und ehrlich gesagt keine große Lust, es noch einmal zu überarbeiten, Rechtschreibfehler hin oder her – hat nun hoffentlich einen kleinen Einblick erhalten in das, was hinter den Kulissen so abläuft und wie so eine Seite zustande kommt.

In diesem Sinne…

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