Stuffedbellylover – Freundinnen – 3 – Email an Inga

7 Monate später

„Seit 6 Tagen habe ich nun schon mein E-Mailpostfach nicht aufgerufen“ dachte sich Inga.

Und dabei hatte sie doch Kleidung bei einem Versandhaus über die Online-Bestellmöglichkeit bestellt, mit 24-Stunden-Lieferservice.

Leider war die Warenlieferung jetzt schon knapp eine Woche überfällig.

„Ob es da wohl beim Versand Pannen gegeben hat?“ ging es Inga durch ihren Kopf.

Aber die letzte Woche war zu stressreich gewesen, um sich mal eben an den PC zu setzen und zu prüfen, ob das Versandhaus mittlerweile vielleicht per E-Mail Stellung zu allem genommen hatte. Hier ein Geschäftsessen, dann der Theaterbesuch mit ihrem Mann, einen Tag später waren die Schwiegereltern zu Gast und was für Termine sie nicht alle hatte in der letzten Woche wahrnehmen müssen.

Aber nun waren endlich mal ein paar Minuten Ruhe, um das elektronische Postfach durchzulesen.

Gesagt, getan.

Leider lag keine Mail vom Versandhaus vor. Dafür aber eine E-Mail, die Inga viel Freude bereitete.

„Von Krissy!“

Neugierig öffnete Inga die Mail und begann zu lesen.

„Hallo liebe Inga.

Tut mir leid, wenn wir uns 20 Tage nicht gemeldet haben, aber wir haben soviel Spass und genießen die Tage. Schade, dass du nicht dabei sein kannst.

Du, wenn es dir recht ist, dann rufe ich dich nachher über VoIP an, kostet hier sehr wenig. Sagen wir so 17:30 MEZ!

Also mail zurück, wenn das für dich ok ist.

Bis dann.

Mit lieben Grüßen,

deine Spass-Rotte (i. V. Krissy) :)“

Inga dachte nicht lange nach und haute in die Tasten.

„Hi ihr Lieben,

schön dass ihr euch meldet!

Krissy, natürlich ist es mir Recht, wenn du nachher anrufst. Ich bin dann auf alle Fälle am PC!

Bis nachher!

Mit lieben Grüßen,

eure Inga“

* * *

Ein paar Stunden später:

„User KRISSY is trying to call you via VoIP! Do you want to allow it?” erschien eine Meldung auf den Bildschirm.

Inga klickte spontan auf “Yes”.

„Hi Inga. Ich hoffe die Verbindung ist gut!“

„Hallo Krissy. Die Verbindung ist super.“

„Gut, hier kommt auch alles ohne Probleme an!“

„Na was hast du zu erzählen?“

„Oh, Inga, es ist super hier. Dir würde es gefallen. Das Wetter ist schön, es gibt ländliche Gegenden, Badessen. Und das Essen… also einige von uns Mädels sind sichtlich runder geworden.“

„Da brauche ich derzeit kein essen für, um das zu Erreichen.“ lachte Inga und strich sich über ihren kugeligen Bauch, der sich zwischen Top und Jeans vorwölbte.

„Weiß ich doch Inga. Ist echt schade, dass du nicht mitkonntest. Aber dafür darfst du wenigstens essen ohne jede Reue!“

„Das bringt eine Schwangerschaft halt so mit sich Krissy! Aber es ist echt schade, nicht bei euch sein zu können. Aber ab dem 6ten Monat soll man halt nicht mehr fliegen. Wenigstens hinterlasse ich so keinen schlechten Eindruck bei euch.“

„Wieso das?“

„Hey, schon mal gehört, dass Schwangere verflucht oft rülpsen müssen? Und von den Blähungen rede ich jetzt gar nicht!“

„Also ob das schlimm wäre Inga. Rülpser bin ich inzwischen gewohnt.“

„Futtert ihr da drüben so wie die Schweine?“

„Ha ha. Teils teils. Also Nina und Hannah essen zwar ganz gut, aber nicht so übermäßig. Außerdem haben die beiden hier ein MMA-Dojo entdeckt und sind täglich stundenlang am trainieren. Wenn die beiden mehr Gewicht mit sich nach Deutschland bringen, dann nur reine Muskeln.

Bei Meg sieht das was anders aus, die futtert schon wesentlich mehr wie sonst. Aber wenn sie ein paar Kilo zulegt sieht man das ja nicht direkt, hi hi.

Aber Alessandra ist richtig rund geworden. Die futtert jeden Tag bis sie so ausschaut als würde ihr praller Bauch platzen. Das Öffnen der Hose und Rülpsen gehört bei ihr schon zum Standardritual.

So sieht es aus!“

„Und was ist mit dir selber?“ kicherte Inga, die bemerkte wie Krissy versuchte, um den heißen Brei herum zu reden.

„Ertappt!“ sprach Krissy, nicht ohne ebenfalls zu kichern. „Nun ja, ich bin nicht fett geworden und werde es auch nicht, aber etwas runder bin ich schon. Ich habe mich noch nicht gewogen, aber ich schätze gut 5 kg sind schon mehr auf den Rippen, besonders im Bauchbereich. Zum Glück habe ich weite Hosen mitgenommen, aber der neue Bikini, denn ich mir vor dem Abflug gekauft habe, der zwackt schon hier und dort.“

„Oh, gibt wohl Ärger zu Hause was?“

„Nee, keine Sorge! Ich habe mit gesprochen und habe ihm auch ein paar meiner Abi-Fotos gezeigt. Er meinte, ich hätte nicht schlecht ausgeschaut. Soll dich übrigens schön von ihm grüßen. Ich habe gestern mal mit ihm telefoniert. Nun ja, unsere Herren scheinen alle gut zu Recht zu kommen in unserer Abwesenheit. Die Anderen haben ja auch schon nach Hause telefoniert. Verhungert ist noch keiner unserer Liebsten, hi hi.“

„Danke an für dir Grüße, die ich hiermit gerne erwidere. Aber nicht, dass dein Freund doch noch zum Fettliebhaber wird und du wieder viel zulegen musst!“ scherzte Inga.

„Nein, das Thema ist durch. Er ist kein FA. Aber gegen ein paar Kurven mehr an Bauch, Busen und Hüfte hätte er nix einzuwenden. Von daher mache ich mir keine Sorgen!“

„Du Krissy… er ist kein FA? Was soll das sein?“

„FA heißt Fat Admirer. Das sind Männer, die füllige Frauen attraktiv finden.“

„Woher weißte du das denn wieder?“

„Hier in Pittsburgh findet gerade ein BBW-Kongress statt. Da sind wir aus Neugierde mal hingegangen. Da lernst du solche Fachbegriffe.“

„BB-Was?“

„Ein BBW-Kongress. „BBW“ heißt „Big Beautiful Woman“. Das sind Damen, die mehr auf den Rippen haben und trotzdem stolz auf ihren Körper sind. Hier in Nordamerika sind die Damen ein Renner. Da gibt es Hochglanzmagazine, eine Modelszene, Fanartikel. Alles!“

„Also sind diese BBWs dick im Geschäft!“ lachte Inga.

„Genauso ist es, ha ha.“

„Wieso wart ihr auf dem Kongreß?“

„Zum einen wegen Meg, die so etwas total interessant findet. Und zum anderen weißt du ja, dass ich auch mal über 100 kg gewogen habe und unglücklich damit war. Ich wollte mal sehen, wie diese BBW-Damen das handhaben. Es ist interessant. Also ich will es mal so sagen: hätte ich das mit den BBWs vor 6 Jahren gewusst, dann wäre ich nicht verzweifelt. Und vielleicht wäre ich heute nicht schlank und glücklich, sondern rund und glücklich.“

„Trauerst du etwa deiner Figur nach?“

„Nein Inga. Aber es hätte in manchen Situationen nicht geschadet, etwas mehr Selbstbewusstsein an den Tag zu legen.“

„Stimmt, das schadet nie. Und wie war der Kongress?“

„Oh, noch ist er nicht vorbei. Aber es war interessant. Da waren viele BBWs aus allen möglichen Ländern. Japan, Thailand, Italien, natürlich Nordamerika, aber auch Deutschland.“

„Wow. Ist das so ein weltweiter Trend?“

„Ja. Viele Männer lieben Frauen mit Kurven, aber nur die wenigsten geben das offen zu. Auch in Europa gibt es dafür einen großen Markt.“

„Und habt ihr ein paar nette deutsche BBWs kennen gelernt?“

„Logisch, aber nicht nur deutsche Damen! Besonders angetan haben es uns 2 Nordamerikanerinnen. Die eine heißt Britney und kommt hier aus der Gegend. Sie zeigt Bilder und Videos auf diversen Websiten und nennt sich „MyPotBelly“. Und zum anderen haben wir Stacey kennen gelernt. Sie ist Kanadierin und nennt sich „ThikChic“. Sie hat auch eine eigene Website.“

„Krissy, warte mal bitte kurz. Ich hole mir mal eben was zu trinken.“

„Ok.”

Statt sich etwas zu Trinken zu holen, gab Inga leise “MyPotBelly” und “ThikChic” in Google Photo Search ein und fand auch Ergebnisse.

Sie staunte. Beide Damen waren das, was man wohl kugelrund nennen konnte. „MyPotBelly“ schätzte Inga auf etwa 100 Kilo, bei „ThikChic“ dürften gut noch mal 30 kg draufkommen.

„So, bin wieder da“ log Inga.

„Komm Inga, ich kenn dich. Du warst die ganze Zeit am PC und hast nach Fotos besagter Damen gesucht.“

„Ja, Krissy… stimmt. Ha. Die haben ganz schön was auf den Rippen.“

„Joa, Britney wiegt in etwa 80 Kilo, aber ist auch mit etwa 152 cm relativ klein. Stacey dagegen ist etwa 180 cm groß und wiegt um die 135 Kilo.“

„Das sind Hausnummern. Aber ich finde, beide Damen haben was sympathisches, obwohl Britney ihr Gesicht nicht zeigt.“

„Beide sind überaus sympathisch, das kann ich dir sagen. Und Britney ist hübsch. Sie zeigt nur ihr Gesicht nicht, weil sie nicht auf der Straße erkannt werden möchte.“

„Das kann ich echt verstehen. Schön, wenn ihr so Spass habt. Aber du meintest eben, dass Ally richtig heftig zugelegt hat.“

„Ja, der Guten passt nix mehr. Sie hängt dauernd mit Stacey ab. Wir wohnen im gleichen Hotel wie sie.“

“Aha! Irgendwie ironisch, dass die Idee mit der Reise ausgerechnet von Alessandra kam.“

„Sagen wir es mal so: Sie blüht im Urlaub echt auf. Ha ha.“

„Ja, so kann man es auch sagen!“ kicherte Inga.

„Du Inga, ich wärst du mir böse, wenn ich das Gespräch jetzt beende? Wir wollen noch ein wenig im Hotelpool schwimmen. Der Mond scheint so schön. Es ist ein ganz besonderer Abend. Mir schaudert es richtig angenehm, wenn ich daran denke. Schade, dass mein Freund nicht da ist… Es ist echt eine gute Voraussetzung für einen romantischen Abend“ jauchzte Kristin.

„Ich und dir böse? Quatsch.! Genießt die restlichen Tage noch schön. Spätestens zum Grillfest, wenn das Baby da ist sehen wir uns ja wieder!“

„Klaro! Ok, dann hab du noch einen schönen Tag. Und bleib von Umstands-Zipperlein verschont!“

„Mache ich so gut es geht. Also bis dann und schöne Grüße an die Bande. Und schönes angenehmes Schwimmen im Mondschein wünsche ich!“

„Danke! Also bis dann. Die anderen sind schon am Drängeln…“ feixte Kristin.

„Ich höre es. Also noch angenehmen Aufenthalt und bis dann!“

„Bis dann!“

CLICK

Inga lehnte sich zurück und lächelte.

„Ein Glück, dass ich heute im Netz war“, dachte sie, „sonst hätte ich nicht mit Krissy sprechen können. Aber gut, jetzt brauche ich erst mal ein Brötchen mit Nutella und Senf.“

Sie tätschelte ihren Bauch bei dem Gedanken an das essen.

„Und danach schreibe ich noch eine E-Mail an das Versandhaus… Die sollen sich endlich mal erklären, wo meine Bestellung bleibt.“

Inga schaltet den PC aus und ging in Richtung Küche.

* * *

„Oh Scheiße, habe ich Magenschmerzen…“

„Tja, biste selber Schuld Ally, was futterst du auch soviel.“ zeigte Nina wenig Mitleid, während sie Alessandra auf ihr Hotelbett legte und mit beiden Händen ihren geschwollenen Leib massierte.

„Hey, sei nicht so unfair, Nina! Ich hatte vielleicht ein paar Löffel Eis zuviel.“

„Ein paar? Du hast 30 Chicken Wings verputzt und danach noch etwa 1 Liter Eis… Du hast jetzt so einen Kugelbauch… Inga ist nix dagegen und die ist im 6ten Monat.“

„Nun ja, einmal darf ich auch gut essen, oder!?“ wetterte Alessandra flapsig.

„Einmal gut essen?“ schaltete sich jetzt Hannah ein, die alles mitbekommen hatte. „Du isst jeden Tag als gäbe es ab Morgen nix mehr seit wir auf dem Kongress waren. Über deine Bikinihose wölbt sich mittlerweile eine große Speckrolle, deine Beine sind stämmiger geworden und deine Brust bringt fast den BH zum Explodieren…“

„Das ist mir auch aufgefallen.“ gab nun auch Krissy zum Besten, die gerade das Zimmer betrat.

„Wo ist denn Meg?“ versuchte Alessandra abzulenken.

Krissy witterte dies jedoch und mit der kurzen Bemerkung „Meg ist noch kurz Besorgungen machen.“ beendete sie Alessandras Versuch um dann noch etwas anzufügen. „In dir brodelt doch was, oder Ally?“

„Krissy, dem ist so. Aber es ist mir peinlich…“

„Hey wir sind alle Freundinnen, also sage es uns doch bitte. Keine Angst!“

Das Klicken des Türschlosses war zu hören und schon trat Meg ein, die sich ein paar Souvenirs für die Verwandtschaft zu Hause. Sie merkte, dass etwas nicht in Ordnung war und setzte sich wortlos auf das Bett, um die anderen nicht zu unterbrechen.

Alle hatten sich nun im Kreis sitzend um Alessandra formiert, die sich immer noch unaufhörlich den schmerzenden Bauch rieb und dabei von Zeit zu Zeit sogar liebevoll mit ihrem Speck spielte.

„Ok,“ begann sie zu beichten, „ich bin fasziniert von Stacey und ich möchte so sein wie sie!“

Ihren Freundinnen fiel fast die Kinnlade runter.

„Was???“ fragten sie laut im Chor.

„Nun ja“, erklärte Alessandra, „ ich finde ihre Rundungen so schön und weiblich… ich möchte auch so einen Körper haben.“

Sie strich sich durch ihre schwarzen Haare und blinzelte verlegen mit ihren madelbraunen Augen.

„Du scherzt, oder? Ally!“

„Nee, Hannah. Sie macht keine Witze!“ antwortete Nina.

„Wow, dann habe ich ja bald eine Gewichts-Kameradin“ lächelte Meg.

„Hast du dir das gut überlegt, Ally?“ wollte Krissy wissen.

„Ja, habe ich. Ich meine schau dir Stacey an… sie ist eine Granate. Und sie erntet so viele Blicke von den Herren. Ist euch nicht aufgefallen, dass ich viel mehr schmachtende Männerblicke bekommen, seit ich mir ihn hier erarbeitet habe?“ grinste Alessandra und hob dabei im Liegen den Speck so hoch an wie sie konnte, um ihn den zurückklatschen zu lassen. Da ihr Bauch überfüllt war, was sie nicht bedacht hatte, quittierte sie sie diese Aktion mit einem schmerzverzerrten Gesicht und einem „Aau“.

„Nun ja, das war jetzt ein Hammer, Ally!“ sprach Nina.

„Nun ja, es gibt ja keinen, der zu Hause auf dich wartet und den das Fett stören könnte.“ kommentierte Hannah die Situation und wurde von Krissy, die bemerkte, dass Hannahs Scherz etwas daneben war, leicht mit dem Ellbogen angestoßen.

„Das hast du dir gut überlegt?“

„Ja habe ich.“ antwortete Alessandra. „Ich meine, ich werde mich jetzt nicht zur dicksten Frau der Welt hochfuttern, aber ein paar Pfündchen und Fettröllchen kommen noch dazu!“

„Hmmm“, dachte Krissy nach, bevor sie zu sprechen begann. „Nun ja, das Wichtigste ist, dass du glücklich wirst. Und wir stehen zu dir, egal was du wiegst und wie du ausschaust. Nicht wahr, Mädels?“

Dies war natürlich eine rhetorische Frage und diese wurde natürlich mit einem „Ja!“ beantwortet.

„Hey, ich danke euch. Ihr seid echte Freundinnen!“

„Kein Thema“ meinte Krissy. „Vielleicht ist das ja auch nur so eine Phase von dir, weil du jetzt überall BBWs um dich herum hast.“

„Vielleicht!“ kicherte Alessandra in einer Art und Weise, dass auch dem letzten Beobachter klar sein musste, dass sie nicht scherzte.

„Leute, morgen wird ein anstrengender Tag. Stacey und Brit wollten doch mit uns ein wenig Side Seeing machen. Also wir sollten jetzt schlafen!“

„Recht haste, Krissy! Also machen wir uns mal bettfertig!“ pflichtete Hannah bei.

Kurz darauf gingen im Zimmer der Mädels die Lichter aus.

* * *

Die Tage vergingen danke dem BBW-Kongreß sowie den Aktivitäten mit Britney und Stacey wie im Fluge und so blieb noch ein Tag bis die Mädels die Heimreise antreten mussten.

Britney und Stacey hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen, um diesen letzten Tag mit den so neu liebgewonnenen neuen Freundinnen zu verbringen. Extra dafür hatten sie einen Kleinbus gemietet, indem sie alle Platz hatten.

„Wo geht´s denn hin, Stacey?“ fragte Nina neugierig als die Damen etwa schon 30 Minuten gefahren waren.

„Wartet es doch ab.“ beschwichtigte Britney.

„Genau.“ meinte auch Stacey.

„Na gut. Ihr werdet euch schon was Tolles ausgedacht haben.“

„Wie wahr, Hannah. Wie wahr!“ gab Stacey nun wieder zum Besten.

Nun meldete sich auch Meg zu Wort:

„Na dann lassen wir uns halt überraschen!“

„Jep“, meinte Krissy, „na dann warten wir einfach mal ab.“

* * *

Etwa eine weitere halbe Stunde später erreichten die Damen ihr Ziel:

Eine Gaststätte mit dem Namen „Ladies´ Heaven of Gluttony“.

„Oh, der Name ist ja deutlich.“ meinte Krissy, als sie den Blick auf das Namensschild warf, das, wie im Übrigen große Teile der Gaststättenäußeren, aus Holz war.

Das äußere Ambiente erinnerte an typisch altmodisch-romantischen Gaststättenflair.

„Es scheint euch zu gefallen.“ grinste Stacey ihre 5 deutschen Freundinnen an und auch Britney nickte einhellig.

„Absolut Stacey!” ließ Hannah ihre beiden “Reiseleiterinnen” wissen und der Rest der Mädels gab ihr Recht.

„Na dann“, frohlockte Britney, „lasst uns eintreten.“

Gesagt, getan.

Stacey bildete dei Vorhut der Riege, dann folgten die deutschen Damen und Britney trat als Nachhut ein.

Die Kinnladen von Krissy & Co. fielen bildlich gesehen bis zum Boden runter, nachdem sie die Gaststätte betreten hatte.

Von außen hatte die Hütte erheblich kleiner ausgesehen, doch jetzt bot sich den Damen ein anderes Bild. Es war ein großer Innenraum, denn der Felshügel, an dem die Hütte lag, war teilweise nur eine ausgehöhlte Attrappe, die ebenfalls für den Gästebereich genutzt wurde, der gerade gut besucht war.

„Wow.“ staunte Hannah (und nicht nur sie).

Da kam auch schon eine Bedienung zu dem illustren Grüppchen.

„Guten Tag die Damen! Ich bin Melissa. Willkommen in unserem Hause. Bitte folgen sie mir.“

Melissa geleitete die 7 zu einem Tisch am Fenster. Sie hatte dunkelbraune Haare und blaue Augen. Auch war sie gut gewachsen, so um die 1,75 m. Also Modelmaße. Zumindest von der Größe her, weil ihre Arbeitskleidung, ein schwarzer Minirock und eine rote bauchfreie Bluse, die Sicht auf eine kleine Bauchspeckrolle, die sich leicht über den Rockbund wölbe, nicht verbarg. Auch ihr Po war relativ üppig und mit einem malerischen Arschgeweih verziert. Kurz gesagt war Melissa kein Magermodel, aber trotzdem eine kurvige Schönheit.

Nachdem die 7 sich gesetzt hatten und Melissa auch schon ihre Getränkebestellung aufgenommen hatte, warfen sie einen Blick in die Speisekarte. Die Speisen schienen hier recht üppig zu sein… gut, bei dem Namen des Restaurants erwarteten sie auch nichts Anderes.

Plötzlich aber stutzte Alessandra und ihr Blick fiel auf eine Wand.

„Alex, was ist?“ fragte Meg, welcher der Blick ihrer Freundin aufgefallen war und auch die anderen 5 bemerkten nun Alessandras abwesenden Blick.

Als sie Alessandras Blick folgten, wussten sie, warum es ging.

„GEWINNT DIE FOOD CHALLENGE UND SICHERT euch 5000 $” stand auf einem Plakat zu Lesen, das an einer Wand hing, die genau in Alessandras Blickfeld lag.

Als Melissa mit den Getränken zurückkam, da konnte Alessandra es sich nicht verkneifen.

„Melissa, was bitte ist diese Challenge, für die da geworben wird bitte?“

„Oh, das ist eine Art Wettkampf. Dabei treten zwei Teams von je 3 Leuten gegeneinander an. Nun ja, es gibt für jedes Team ein gebratenes Spanferkel und das Team, das am meisten von seinem Ferkel verputzt gewinnt.“

„Melissa, was ist, wenn es zwar ein Team gibt, aber kein 2tes?“ fragte Alessandra.

„Dann gibt es logischerweise keine Challenge.“ erläuterte Melissa.

„Ähem… könntest du bitte in 5 Minuten noch mal wiederkommen, um die Bestellung aufzunehmen? Wir haben noch was zu besprechen.“ sagte Alessandra.

Ihre Tischkameradinnen waren perplex, aber bevor sie protestieren konnten, hatte sich Melissa schon mit einem „Ok, bis gleich.“ zurückgezogen, um andere Tische zu bedienen.

Nina schwante was.

„Vergiss es bitte, Alex!“

Auch Hannah dämmerte es jetzt.

„Du willst, dass wir uns in 2 Gruppen aufteilen und dann gegeneinander antreten, um das Geld zu teilen. Nix da. Ich möchte nachher noch mal in den Pool, da kann ich keinen vollen Magen gebrauchen.“

„Ich möchte auch noch was Schwimmen.“ maulte nun auch Kristin in Richtung Alessandra.

„Nun ja, war ja nur eine Idee!“

Und so versanken die Damen wieder in die Speisekarten.

Kurz darauf kam Melissa erneut an ihren Tisch.

„Und, Challenge oder nicht?“ fragte sie.

„Nee, wir kriegen keine 2 Teams zusammen!“ seufzte Alessandra enttäuscht.

„Nun ja, ihr könntet einfach so eine „Food Challenge“ in den Raum werfen, vielleicht finden sich dann 2 Teams!“ erklärte Melissa.

Alessandra war nicht vom Erfolg einer solchen Aktion überzeugt, aber sie erhob sich trotzdem und ihre Stimme bebte.

„Ich fordere jeden, der Lust hat zu einer „Food Challenge“ heraus!“ rief sie laut hörbar.

Aber nichts rührte sich.

Desillusioniert setzte sich Alessandra gerade hin als plötzlich eine Stimme ertönte.

„Wir nehmen an!“

Alessandra wandte sich um.

In einer der hinteren, nicht gut einsehbaren Ecken des Restaurants war eine junge Frau, etwa Mitte 20, aufgestanden. Sie hatte die roten Haare zu einem langen Zopf gebunden und ihre braunen Augen sahen Alessandra fordernd an. Alessandra fiel zudem der rundliche Bauch ins Auge, der nicht im Mindesten von dem bauchfreien rosa Shirt und der dunkelblauen Jeans kaschiert wurde. Die junge Frau musste über erhebliches Selbstbewusstsein verfügen, denn auf dem erwähnten Shirt prangte in der Mitte ein rotes Herz mit der Aufschrift „Sexy“. Und das bei ungefähr 100 kg bei etwas weniger als 160 cm Größe. So zumindest schätzte Alessandra.

„Was ist… kneift ihr?“ fragte die Unbekannte.

„Wir sind dabei!“ ließ Alessandra wissen. „Wir brauchen nur noch eine kurze Beratungszeit!“

Da schaltete sich Melissa ein.

„So, wir bereiten alles vor. In etwa 10 Minuten sind wir bereit.“

„So schnell? Ein Spanferkel benötigt doch viel länger…“ wunderte sich Nina.

„Wir haben die schon vorbereitet!“

„Oh… leuchtet ein!“ antwortete Meg.

Da die Kunden zufrieden waren, zog sich Melissa nun wieder zurück.

„So, 2 Leute brauchen wir noch… Krissy?

„Nee… lass mal. Ich lass mich doch nicht zur Schau stellen!“

„Ok. Britney?“

„Bin dabei, Alex!“

„Gut.“

„Mich brauchste nicht erst fragen.“ sprach Nina.

„Mich“, warf Meg ein, „auch nicht. Ich möchte mit Genuss essen und nicht wettbewerbsmäßig!“

„Hannah?“

„Sorry, Alex. Aber ich bin nicht so die Fressmaschine.“

„Stacey?“

„Ich weiß nicht… Das ist nicht meine Domäne!“

„Bitte Stacey! Du bist meine letzte Rettung… sonst gibt es doch keinen Contest. Sollen wir feige dastehen?“

„Ok… Ich mache es. Aber nur für dich Alex!”

„Danke Stacey!!! Ich werde mich erkenntlich zeigen.“

„Quatsch… Wir sind Freunde…“

Alessandra lächelte Stacey an and Stacey erwiderte dies.

Die drei berieten sich und sprachen sich Mut zu.

Dann kam auch schon Melissa an und geleitete die 3 auf ein von überall im Restaurant gut sichtbares Podium mit 2 großen Tischen und jeweils drei bequemen Stühlen. Teller und Bestecke sowie Getränke waren auch schon bereit.

Alessandra, Britney und Stacey warfen einen Blick auf ihre Kontrahentinnen, die von einer anderen Kellnerin zu dem anderen Tisch geführt wurden.

Die Rothaarige hatten sie ja schon gesehen. Sie wurde begleitet von zwei blonden Frauen, einer etwa 1,65 m großen Schlanken mit blauen Augen, die mit einem knappen, schwarzen Top und einer blauen Shorts in Jeansstil bekleidet war sowie einer kleinen, etwa 1,50 m großen Dicken mit ebenfalls blauen Augen, die ein rosa Top und eine grüne Hose trug.

„Das wird ein hartes Stück arbeit werden, da zu gewinnen.“ dachte Alessandra in sich hinein.

Die Drei setzten sich, ebenso wie ihre Gegnerinnen.

Eine Tür, wohl eine Direktverbindung zu Küche, ging auf und auf zwei Rollwagen wurden nun die Spanferkel herangefahren. Beide sahen schön knusprig aus und hatten je einen gebackenen Apfel im Maul. Ein solches Ferkel hätte wohl locker gereicht, um 20 Leute satt zu bekommen…

Jeweils 3 Kellnerinnen platzierten die Ferkel unter Mühen auf die Tische. Dann wurden die Rollwagen wieder weggebracht.

Melissa, die an hinter dem Tresen stand, läutete eine Glocke, um anzuzeigen, dass ein Contest anstand.

„So die Damen… Bereit?“ fragte sie.

Einhelliges Nicken…

„Dann erkläre ich den Contest für eröffnet” sprach Melissa.

Und schon griffen die sechs Contest-Teilnehmerinnen zu und luden sich Teile des jeweiligen Team-Schweines auf die Teller und begannen zu Essen.

Krissy, Hannah, Meg und Nina starrten gebannt auf die zwei Tische auf dem Podium.

Die ersten 20 Minuten verliefen ohne besondere Vorkommnisse, von ein paar Rülpsern mal abgesehen.

Dann jedoch schienen bei Alessandra und bei der unbekannten schlanken Blonden die Hosen zu kneifen, denn sie langen mit den Händen unter den Tisch und öffneten die Hosenknöpfe und Reißverschlüsse. Zwei Bäuche kugelten sich leicht hervor und sowohl Alessandra als auch die Unbekannte lehnten sich kurzzeitig erleichtert zurück und entspannten sich.

Derweil hauten die verbliebenen Damen umso heftiger rein, die Anzahl der Rülpser steigerte sich überexponential.

Dann stiegen auch die Unbekannte und kurze Zeit später auch Alessandra wieder mit ins Geschehen ein.

Weitere 10 Minuten später merkte man allen Teilnehmerinnen an, dass sie ihre Mägen mittlerweile nur als gut gefüllt hatten. Eine nach der Anderen öffnete den Knopf und je später dieser Zeitpunkt erfolgte, desto dicker war der aufgeblähte Bauch, der in die Freiheit entlassen wurde, als letzte des Sechserpacks gab sich Stacey dem hin.

Die Atempausen wurden immer länger und erfolgten in immer kürzeren Abständen.

43 Minuten waren seit dem Start vergangen, als die schlanke der unbekannten Blonden sich zurücklehnte und „Ich gebe auf *URP*!“ stöhnte. Ihr Kugelbauch war so prall als hätte sie einen Fußball verschluckt.

Nun war es eine 3:2-Situation zugunsten von Alessandras Team.

Doch dann forderte die Fresserei auch bei Alessandra ihren Tribut, da sie, ebenfalls kugelrund und fast dauerrülpsend, ebenfalls die Segel strich.

Nun war es an den dicken Damen, die Sache zu entscheiden.

Auch deren Kapazität war schon überschritten worden.

Erst gab Britney auf, dann die unbekannte, dicke Blonde.

Nun waren noch Stacey und die Rothaarige im Rennen, deren Mägen beide schon wie kleine Wasserbälle aussahen.

Beide stöhnten und stießen des Öfteren laut auf und es war klar, dass alles nur noch eine Sache von ein paar Minuten war, bis der Contest entschieden war, da beide schon mächtig in den Seilen hingen.

Und nach ein paar weiteren Bissen war auch Schluss, weil die Rothaarige vor Erschöpfung einnickte, womit sie laut Statuten aus dem Rennen war. Stacey nahm noch 2 Bissen und dann ließ auch sie Messer und Gabel fallen, um sich in das Polster des Stuhles zu werfen.

Nun bot das Podest einen skurrilen Anblick:
6 Damen, die allesamt kugelrund gefuttert waren und die Hosenställe weit offen stehen hatten. Zudem geizten sie nicht mit Aufstoßern…

Nun kam Melissa auf das Podium und hatte ein Mikro in der Hand.

„So und nun schauen wir mal nach, welches Team, den Contest für sich entschieden hat. Vor dem Contest haben wir beide Ferkel gewogen.

Das von Team A wog 50,6 kg, das von Team B 52, 4 kg.

Nun sehen wir uns die Differenz an. In diesen Tischen sind Waagen eingebaut, die uns jetzt gleich anzeigen, welches Team gewonnen hat.“

Melissa entfernte jeweils eine Platte an der Vorderfront der Tische, die der Blickrichtung des Publikums zugewandt waren.

Melissa las die deutlich sichtbaren Zahlen ab.
„Team A hat exakt 10,00 kg des Schweines verspeist, Team B kommt auf 9,98 kg. Damit gewinnt Team A und darf nun das Geld mit nach Hause nehmen.

Krissy und ihre Freundinnen stürmten die Bühne, denn es war „ihr“ Team, das die Challenge gewonnen hatte.

Alle 4 umarmten sie Alessandra, Britney und Stacey, die zwar vom Gelage immer noch deutlich erschöpft waren, aber trotzdem tat ihnen der Sieg gut und ließ sie ihre schmerzenden Mägen vergessen.

Das unterlegene Team B hingegen hatte neben schmerzenden Mägen auch mit der Niederlage zu kämpfen. Vor allem die Rothaarige, die inzwischen wieder aus ihrem kurzen Nickerchen aufgewacht war, trauerte der vergebenen Gelegenheit nach.

Auch diese 3 Damen waren von Unterstützerinnen flankiert:
Einer etwa 1,55 m großen hellblauäugigen Rothaarigen mit deutlich über 100 kg und deren Gesicht mit Sommersprossen bedeckt war, einer Latina mit braunen Haaren und Augen, die in etwa die gleiche Größe und Statur wie ihre dicke Freundin hatte und einer dunkelbraunäugigen Afroamerikanerin, die in etwa 1,60 cm groß war und gut 120kg auf die Waage brachte.

Alle drei trugen die gleiche Kleidung wie die kleine Dicke, die am Contest teilgenommen hatte. Sie schienen eine Art Organisation zu sein.

Sie klopften ihren Freundinnen auf die Schultern und rieben deren Bäuche, um ihnen zum einen Mut zu machen und zum anderen ihre Magenschmerzen wegzumassieren.

Doch auf einmal erhob sich die große Rothaarige schwerfällig und ging zu Alessandra & Co. herüber und sie schüttelte ihren Gegnerinnen als Zeichen des Respekts die Hände und beglückwünschte sie zum Sieg. Die beiden anderen Mitglieder ihres Teams taten es ihr gleich.

Alessandra richtete nun ein paar Worte an die unterlegenen Damen.

„Ich danke für die Glückwünsche. Ihr habt euch *BURP*, oh Verzeihung, tapfer geschlagen. Wenn meine Mitstreiterinnen einverstanden wären, dann teilen wir das Geld mit euch und laden euch noch samt euren Freundinnen dazu ein, wenigstens eines der Schweinchen komplett abzunagen!“

Britney und Stacey nickten zustimmend.

„In Ordnung, jetzt liegt es an euch!“

„Ok, wir sind dabei!“ sprach die große Rothaarige nach kurzer Beratung mit ihren Freundinnen. „Ich bin übrigens Catherine Delmonte aus San Francisco und das hier sind meine Freundinnen Penny McBelcher (sie zeigte auf die kleine Rothaarige), Belle Godiva (sie zeigte auf die kleine Blonde), Regina Barriga (die Latina), Ginger Gluttoson (die Afroamerikanerin) und Annette Chavarri (die vor dem Gelage schlanke Blondine).“

„Und ich“ erwiderte Alessandra freundlich „bin Alessandra Cavallini. Dies sind Britney Resik, Stacey McLean, Krissy Mayrhofer, Nina Heidinger, Hannah Wynberg und Meg Vonderheiden.

„Ihr seid aus Deutschland?“ fragte Penny.

„Yep.“ sagte Hannah.

“Wow, cool!” meinte Regina.

“Wieso tragt ihr vier alle ähnliche Kleidung?“ wollte Meg nun von den vier dicklichen Teenagern wissen.

Belle erläuterte es.

„Nun, wir sind der Meinung, dass Cheerleader nicht schlank sein müssen und haben daher einen Klub für dicke Cheerleaderinnen gegründet, die sogenannte „Gluttoons Squad“. Und nun ja wir waren auf der Convention.“

„Ach stimmt!” fiel es jetzt Kristin ein. „Ohne Kostüme hätte ich euch jetzt nicht erkannt.“

„Nun wie dem auch sei, jedenfalls haben wir uns hier mit unserer Freundin Catherine getroffen, die ebenfalls an ihrer Uni in San Francisco eine Truppe dicker Cheerleaderinnen gründen möchte. Und da Catherine halt selten ohne ihre beste Freundin Annette verreist, ist die auch hier.“ sprach Ginger.

„Stimmt und wir haben sehr viel Spaß mit den Gluttoons!“ referierte Annette während Catherine nickend zustimmte.

„Ok, aber nun… ah da ist sie ja! Melissa! Könnten wir unser Schwein noch mal angebraten haben? Und habt ihr eventuell einen großen Tisch, wo wir 13 es uns gemeinsam bequem machen können?“ sprach Stacey.

„Sicher, sicher. Ich werde alles veranlassen.“ Sprach Melissa und ehe es sich die Damenrotte versah fanden sie sich an einem riesigen Tisch in einem Séparé wieder und das angewärmte Schwein von Alessandras Team stand köstlich duftend zusammen mit ausreichend kohlensäurehaltigen Getränken wie Cola, Sprudel und Soda aufgetischt.

Leider waren, wie Melissa leidvoll erwähnte, durch das erneute Anbraten gut weitere 10 kg des Schweins verloren gegangen, aber auch die übrigen gut 30 kg Rest-Fleisch standen dem Borstentier gut zu Gesicht bzw. zu Rüssel.

Zudem war es ja klar, dass sich die 6 schon am Wettfuttern beteiligten Damen gut zurückhalten würden und so überließen sie zuerst den anderen 7 das Feld, die auch direkt zulangten.

* * *
„*OOOORRRRP* ich platze gleich!“ stöhnte Krissy knappe 2 Stunden und unzählige Bissen später.

„Hey! Und was soll ich sagen… ich habe noch mehr gegessen als du!“ rülpste Penny angestrengt heraus.

„Mädels… *BÖLKS* wir 6 Wettkämpferinnen haben ja wohl am meisten gemampft… Erst vorhin und dann jetzt noch bei den Resten… Oh Mann… Noch nie war ich so voll!“ ließ Stacey wissen und Alessandra, Annette, Belle, Britney und Catherine blinzelten um ihr Recht zu geben.

Die anderen Damen enthielten sich komplett der Konversation, da sie sich nur ausruhen und verdauen wollten.

Die 14 hatten es tatsächlich geschafft den kompletten Rest des Ferkels zu verdrücken, so dass nur noch ein Haufen abgenagter Knochen übrig war.

14?

Ja, denn nachdem Melissas Schicht zu ende war, hatte sie mitgeholfen, das Schwein zu entsorgen.

Und Melissa haute nicht minder rein als ihre Mitstreiterinnen.

Ihr Minirock stand nun weit offen und ihr Bauch, den sie samt und unter Rülpsern mit beiden Händen massierte, hatte das Erscheinungsbild eines rumorenden, im Übermaß aufgepumpten Ballons.

Den Anderen ging es nicht anders bei den Mengen, die sie gegessen hatten. Wäre nun jemand in das Séparé eingetreten so hätte ihm oder ihr sich das kuriose Bild von 14 total ausgelaugten Damen geboten, deren Bäuche in zum Platzen vollgefressene Kugeln degeneriert waren und deren Hosen respektive Röcke weit offen standen.

Vereinzelt waren hier und da ein Blubbern aus den mehr als überfüllten Mägen oder ein Rülpser zu hören. Aber da das Séparé ja schalldicht war und Melissa zudem beim Restaurantpersonal darum gebeten hatte, nicht zu stören, mussten sich die Damen keinesfalls genieren, was sie auch nicht taten.

„Sagt mal“ meinte Belle „wie wäre es, wenn wir ein kleines Wettrülpsen veranstalten? Bis wir von den Stühlen hier wieder aufstehen können wird sowieso noch Zeit vergehen.“

Einhelliges Nicken folgte, da keine der Damen sonstigen Unterhaltungen zwecks Ablenkung gegenüber aufgeschlossen war, zu sehr drückte das Schwein auf die Magen-Darm-Trakte.

„Ok“ sagte Melissa „wie wäre es mit 60 Minuten Zeitlimit?“

Wieder Nicken.

„Na dann, auf die Plätze und los!“ gab Stacey das Startsignal.

Eine Stunde des munteren Wettrülpsens verging wie im Fluge. Bei Ablauf des Zeitlimits lagen Catherine, Penny und Stacey mit jeweils 28 Rülpsern, das Schlusslicht bildete Nina mit glatten 20 Aufstoßern.

Da es unentschieden Stand einigte man sich auf 5 Minuten Verlängerung. Hier erzielten Catherine und Penny jeweils noch 6 Rülpser während Stacey mit deren 4 aus dem Rennen war.

„Sudden Death?“ fragte Belle.

„Eher Sudden Burp!“ grinste Krissy schelmisch.

Und dann war es soweit!

Leider rülpsten sowohl Catherine als auch Penny gleichzeitig und so war es erneut nichts mit einer eindeutigen Entscheidung.

„Wie wäre es, wenn wir einfach „Unentscheiden“ sagen und zwei Siegerinnen küren?“ fragte Hannah.

„Seid ihr damit einverstanden?“ fragte Britney in Richtung von Catherine und Penny.

Beide lächelten und gaben sich die Hand womit der Rülpswettbewerb letztlich zwei Siegerinnen hatte.

Alle 14 plauderten noch gut 2 Stunden miteinander und es wurde viel gelacht.

„Ich versuche mal, ob ich hochkomme!“

Mit diesen Worten erhob sich Meg. Zwar hatte sie liebe Mühen, aber letztlich gelang es ihr.

„So, eigentlich könnten wir jetzt zurück ins Hotel!“

„Ähem… Hannah… Du hast da was nicht bedacht!“ warf Nina ein und mit diesen Worten zeigte sie auf ihre eigene sperrangelweit geöffnete Hose und ihren nun durch Verdauung und Rülpsen etwas geschrumpften, aber immer noch buddha-ähnlichen Bauch.

Hannah war klar, dass Nina ihr damit sagen wollte, dass keine von ihnen in diesem Zustand einfach rauslaufen konnte und bis sie die Hosen beziehungsweise Melissa ihren Mini wieder zubekommen hätten, würden wohl noch Stunden vergehen müssen. Hannah schnaufte aus Enttäuschung über diese Erkenntnis mächtig durch.

Doch wofür gab es Melissa?

„Ich habe den Schlüssel zu Hintertür“ grinste diese und schon zeigte sie auf eine Tür im Séparé, welche die anderen gar nicht bemerkt hatten.

Melissa erhob sich und ging so schnell wie ihr Füll-Zustand es zuließ zur Hintertür und die anderen folgten ihr im Watschelgang wie Entenküken, die ihre Mutter zum Schwimmausflug begleiten.

Melissa schloss die Tür auf und alle 14 gingen ins Freie.

Sie standen nun vor dem großen Berg oder besser gesagt vor der Attrappe eines solchen. Bis zu den Autos waren es nur einige Meter.

Bevor sich die Mädelsgruppen voneinander verabschiedeten tauschten sie noch E-Mail- und Messanger-Addressen aus, um in Kontakt zu bleiben.

Alle dankten einander für den (trotz der schmerzenden Mägen) tollen amüsanten Abend.

Besonders Melissa war hin und weg, immerhin hatte sie noch nie so eine Fressorgie erlebt, geschweige denn mitgemacht und wollte sich eigentlich gar nicht mehr von den Mädels trennen.

Doch letztlich verabschiedete man sich schweren Herzens und unter Tränen doch voneinander und die deutsch-kanadische Damengruppe bestieg den Kleinbus, um nach etwa einer Stunde Fahrt wieder im Hotel anzukommen.

Dort angekommen gingen die 7 nach kurzem Duschen ins Bett, da morgen ja die Heimreise der deutschen Mädels anstehen sollte.

Trotz der überfühlten Mägen gelang es den Damen früh genug aufzustehen, um die Rückreisegelegenheiten nicht zu verpassen.

Während Krissy, Hannah, Nina und Meg zum Flughafen musste, hatte sie Alessandra für eine Schiffsreise zurück nach Deutschland entschieden, da sie als Selbstständige noch ein paar Tage mehr frei nehmen konnte als ihre Freundinnen.

Also ging die Fahrt (selbstredend mit Britney und Stacey im Schlepptau, welche immer noch den Wagen gemietet hatten) zuerst zum Flughafen, wo wieder etliche Tränchen flossen und erneut Adressen getauscht wurden.

Alessandra, Britney und Stacey warteten von der Aussichtsplattform aus, bis sie sahen wie der Fleiger mit den anderen an Bord abhob.

Nun wurde auch Alessandra zum Hafen gebracht, wo ihr Kreuzfahrtschiff, die „Dream of Massachussetts“ vor Anker lag.

Noch mal folgten Heulerei und Geknuddel gepaart mit dem Notieren von Adressen, bevor Alessandra das Schiff betrat, um einzuchecken.

Auch hier bleiben Britney und Stacey solange vor Ort, bis das Schiff letztlich nicht mal mehr als kleiner Punkt am Horizont sichtbar war, dann traten beide die Rückreise ins Hotel an, immerhin ging der Kongress ja noch 2 Tage.

* * *

Knapp 12 Stunden nach dem Abflug in Pittsburgh landeten 4 deutsche Damen in München, um von ihren Männern resp. Freunden abgeholt zu werden.

Hannah, Krissy, Meg und Nina waren erschöpft von der Rückreise, aber glücklich ihre Liebsten wieder zu sehen und in die Arme schließen zu können.

Und in knapp einer Woche würde ja auch Alessandra wieder auf deutschem Territorium sein. So zumindest dachten sie alle, denn keiner wusste, welches Abenteuer Alessandra noch auf ihrer Schiffsreise bevor stand…

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