kinjiro – Lara

Vor knapp drei Monaten habe ich Lara zum ersten Mal gesehen. Ich habe mich damals sofort in sie verliebt, und ihr selbst ist es wohl ganz genau so gegangen. So war es auch kein Wunder, dass wir schon kure Zeit später ein Paar waren, fern davon uns zu verloben und gar Heiratspläne zu schmieden, aber doch weitaus mehr als nur gute Freunde. Wir verbrachten so viel Zeit wie möglich miteinander, hatten viel Spass bei allen möglichen Dingen – auch im Bett – und dachten sogar schon daran, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Kurz: wir waren verliebt.

Es gab allerdings eine Sache, die – zumindest für mich – ein Problem darstellte. Obwohl wir uns auch im Bett unsere Liebe beinahe täglich gegenseitig bewiesen, kam ich dabei nicht so ganz auf meine Kosten. Das lag jedoch keinesfalls an Lara, sondern vielmehr daran, dass ich mich nicht traute, ihr von meinen Fantasien zu erzählen.

Zugegebenermaßen: ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass meine Fantasien auf die meisten Frauen wohl eher abstoßend als anregend wirken würden. Und in einem gewissen Sinn würde ich mich sogar selbst als Fetischist bezeichnen. Bei Lara war ich fast hundertprozentig davon überzeugt, dass sie sich nicht darauf einlassen würde, noch dazu bei ihrer Figur. Sie war nämlich eine überaus hübsche junge Frau, nicht zu schlank und sehr weiblich, die ihr schwarzes Haar offen und etwas mehr als schulterlang trug.

Ich überlegte lange wie ich ihr am besten von meinen Fantasien erzählen konnte. Zu meiner Enttäuschung musste ich fest stellen, dass ich nicht besonders gut darin war, mir die Worte vorher zurecht zulegen (um Lara dann im richtigen Moment förmlich damit zu überfallen). Ausserdem glaubte ich, dass ich sie so möglicherweise verletzen könnte. Ich entschloss mich, auf den richtigen Moment zu warten und dann einfach zu improvisieren. Darin war ich ziemlich gut.

Besagter Moment ereignete sich, als wir wieder einmal miteinander geschlafen hatten. Während Lara die "Zigarette danach" genoss (eine ihrer wenigen Eigenschaften, die ich eigentlich nicht gern hatte) sprach sie das Thema sozusagen von sich aus an. Ich selbst war noch in Gedanken versunken, als Lara sich plötzlich im Bett aufsetzte, schließlich ganz aus dem Bett stieg und sich vor mich stellte.

"Sag mal, findest du mich eigentlich dick?"

Sie drehte sich einmal um sich selbst während sie die Frage stellte, die vermutlich jeder Mann mindestens einmal in seinem Leben – am besten mit einem entschiedenen "Nein!" – beantworten musste. Ich wollte ganz automatisch eben zu jener Antwort ansetzen bevor ich merkte, welche vielleicht einmalige Gelegenheit sich mir hier bot.

"Wenn ich ehrlich sein soll…" begann ich und sah, wie sich ihre Augen erschrocken weiteten – sie befürchtete wohl, dass ich die von allen Frauen gefürchtete Antwort geben würde – , "dann bist du mir fast ein wenig zu dünn."

Man kann sich sicherlich vorstellen, dass Lara jetzt ein ziemlich verdutztes Gesicht machte. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, denn ich hatte sie noch nie so überrascht gesehen. Mit dieser Antwort hatte sie nicht gerechnet. Sie brauchte ein paar Sekunden, ehe sie ihre Stimme wieder fand.

"Zu… dünn?" stammelte sie ungläubig und blickte kritisch an sich hinab.

Ich musste mir gut überlegen, was ich jetzt antworten würde. Es stimmte zwar, dass Lara meiner Meinung nach gerne ein paar Pfund hätte zulegen können, aber wenn ich das jetzt falsch formulierte, dann würde sie entweder glauben, dass ich mir einen Scherz erlaubte. Oder sie könnte es auch ganz falsch verstehen und beleidigt sein. Beides wollte ich natürlich vermeiden. Vielleicht sollte ich einfach frei heraus sagen, dass ich sie gerne ein wenig mästen würde. Nein, das klang nicht gut. Ich könnte mich auch dumm stellen und sie so in die Offensive drängen, so dass sie direkter fragen müsste. Aber wie sollte ich wissen, dass sie die richtigen Fragen stellen würde? Womöglich glaubte sie, dass ich meine Aussage ironisch gemeint hatte, und würde genau die falschen Schlüsse daraus ziehen. Nein, vielleicht war es am besten, wenn ich einfach…

"Kannst du vielleicht mal aufhören, so dumm zu grinsen und mir erklären, wie du das gemeint hast?" unterbrach Lara schließlich meine bislang fruchtlosen Gedanken. Sie stemmte die Arme in die Hüften und warf mir einen ungeduldigen Blick zu.

Ich setzte mich nun ebenfalls auf und blickte ihr direkt in die Augen. Dann sagte ich: "So wie ich es gesagt habe."

Lara blickte mich noch zwei Sekunden lang an, dann kam sie zu mir herüber und setzte sich auf die Bettkante. Sie schien angestrengt zu überlegen.

"Soll das heissen, ich… gefalle dir eigentlich nicht?" fragte sie schließlich.

"Doch, doch, natürlich gefällst du mir – du bist für mich die schönste Frau der Welt." antwortete ich wahrheitsgemäß. Ich rutschte neben sie und legte meinen Arm um sie und streichelte sanft ihre Schulter. "Aber du würdest mir genauso gut gefallen, wenn du ein paar Kilo mehr auf den Rippen hättest. Vielleicht sogar noch besser." Während ich dies sagte, strich ich mit meiner freien Hand über ihren Bauch und kniff in ihre winzigen, aber doch vorhandenen Speckröllchen. Ich bemerkte, wie sie erschrocken zurückzuckte, und änderte den Griff in ein sanftes Massieren.

"Du möchtest also, dass ich zunehme?" fragte sie nach einer Weile.

Ich nickte.

"Und wie viel soll ich deiner Meinung nach zunehmen?" fragte sie.

Ich überlegte. Ich wusste nicht genau, wie viel Lara jetzt wog, also musste ich versuchen, es einigermaßen richtig zu schätzen. Eine Sache, die mir noch nie leicht gefallen war. Lara war gut einen Kopf kleiner als ich und hatte weit weniger Muskelmasse als ich. Dafür war sie aber an den richtigen Stellen recht gut gepolstert. Mehr als 70 Kilo wog sie auf gar keinen Fall, eher weniger.

"Fünfzehn Kilo?" fragte ich vorsichtig.

"Fünfzehn Kilo?!" rief Lara erschrocken. "Das meinst du doch wohl nicht ernst! Da gehe ich ja auseinander wie ein Pfannkuchen!"

Anscheinend hatte ich mich zu weit aus dem Fenster gelehnt. Dabei konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass fünfzehn Kilo so viel ausmachen würden. Ich selbst hatte in den letzten beiden Jahren zehn Kilo zugenommen, allerdings ausschließlich Muskelmasse, da ich regelmäßig trainierte. Mich hatte das nicht sonderlich gestört, im Gegenteil. Wobei ich aber zugeben muss, dass man zehn Kilogramm Muskelmasse nicht mit zehn Kilogramm Fett vergleichen konnte.

"Das war ja nur geschätzt." ruderte ich zurück. "Ich weiß ja nicht einmal, wie viel du jetzt wiegst. Ausserdem habe ich dir ja vorhin schon gesagt, dass du mir auch so gefällst."

"Ja, aber du hast auch gesagt, ich würde dir noch besser gefallen, wenn ich ein paar Kilo zunehmen würde…"

Das hatte ich ja toll hinbekommen. Was sollte ich jetzt sagen? Lara hätte wegen mir gerne ein paar Kilos zulegen dürfen, aber sie war offensichtlich nicht so begeistert von dieser Idee. Andererseits wollte ich sie nicht zwingen. Anscheinend glaubte sie aber, dass ich genau das vorhatte.

"Sieh mal," versuchte ich die Situation zu retten, "wegen mir musst du bestimmt nicht zunehmen. Ich meinte vorhin nur, dass du mir jedenfalls nicht zu dick bist – auch nicht, wenn du noch etwas zulegen würdest. Solange du dich gut fühlst, gefällst du mir."

Wirklich gut klang das nicht, eher wie eine Standardausrede, aber mir fiel einfach nichts besseres ein. Überzeugt hatte ich Lara damit sicher nicht. Zu meiner Überraschung reagierte sie jedoch ganz anders, als ich es erwartete. Im Nachhinein betrachtet glaube ich, dass sie meine Antwort einfach überhört hatte und statt dessen über ihren eigenen, letzten Satz nachgedacht hatte.

"Weißt du, wenn du nicht gleich "Fünfzehn Kilo" gesagt hättest…" sagte sie.

Ich blickte sie erstaunt an. Was sollte das denn jetzt? Noch vor zwei Minuten hatte das ganz anders geklungen. Erst allmählich begriff ich, was sie meinte. Fünfzehn Kilo waren ihr einfach zu viel, sie wollte verständlicherweise nicht zu dick werden. Immerhin war Übergewicht nicht wirklich gesund. Eine geringere Gewichtszunahme schien sie aber zu akzeptieren. Ich wusste nur nicht, ob sie von sich aus bereit war, zuzunehmen, oder ob sie mir lediglich diesen Gefallen tun wollte, um in meinen Augen attraktiver zu sein.

"Wie gesagt – das war ja nur geschätzt." meinte ich.

Diesmal schwieg Lara, statt dessen stand sie auf und postierte sich vor dem großen Spiegel, der zwischen Tür und Schrank stand. Sie drehte sich und musterte sich von oben bis unten. Dann wandte sie sich mir zu.

"Angenommen, ich wäre damit einverstanden – wie stellst du dir das vor?" fragte sie. Ich verstand nicht gleich, wie sie die Frage meinte, und als sie es bemerkte, schob sie eine weitere hinterher. "Ich meine, willst du mich mästen oder soll ich ab jetzt einfach nur mehr essen?"

Lara konnte sehr direkt sein. Obwohl ich das wusste, war diese Frage nach der vorangegangen Diskussion eher überraschend. Und nicht zuletzt, wenn man bedachte, mit welcher Reserviertheit das schöne Geschlecht in unserer Zeit auf alles reagierte, das auch nur im entferntesten mit ihrem Gewicht zu tun hatte. "Frauen…," dachte ich. Ich glaube nicht, dass es etwas anderes gab, das ich so wenig verstand. Laut sagte ich: "Eher das Erste. Das klingt… spannender." Ich wartete gespannt auf ihre Antwort.

"Das habe ich mir fast gedacht." murmelte sie. Ich weiß zwar nicht, wie sie zu diesem Schluss gekommen war, aber sie grinste mit einem Mal schelmisch und meinte: "Na gut, wenn sich das ganze in Grenzen hält, dann mache ich mit."

* * *

Es waren mittlerweile fast drei Wochen vergangen, seitdem Lara sich bereit erklärt hatte, ein paar Pfunde zu zulegen. Wir hatten uns darauf geeinigt, dass wir für unser "erstes Mal" einen geeigneten Zeitpunkt abwarten würden, bevorzugt ein verlängertes Wochenende. Wir waren beide sehr beschäftigt in unseren Jobs (sie arbeitete in einer Firma, die Kunstwerke erwarb und dann versteigerte, während ich einen mobilen Heimreparaturservice für PCs betrieb) und wir wollten uns für diese neue Erfahrung ausreichend Zeit nehmen. Zugegeben, das Warten fiel mir so schwer wie ich es befürchtet hatte, doch Lara meinte, dadurch würde die Sache reizvoller. Ich vermutete mittlerweile, dass sie ebenfalls Spaß daran finden würde, denn sie ließ kaum eine Gelegenheit aus, mich mit meiner Vorfreude heiss zu machen. Gleichzeitig wies sie mich aber immer wieder darauf hin, dass sie keinesfalls fünfzehn Kilo zunehmen wolle. Allerhöchstens zehn, vielleicht auch nur fünf. Ich war damit natürlich einverstanden, schließlich waren es ihr Körper und ihre Gesundheit. Ausserdem hatte alleine der Gedanke etwas erregendes, und manchmal war es besser, Fantasie und Realität nicht eins werden zu lassen.

Gerade als ich anfing, des Wartens müde zu werden, bot sich endlich die lange herbeigesehnte Möglichkeit. Lara würde einen freien Tag haben, da "irgendein hohes Tier in ihrer Firma irgendein Jubiläum" feierte (O-Ton Lara), bei dem ihre Anwesenheit "entbehrlich" war. Ich hingegen würde einfach einen Tag lang den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und mir statt dessen die Zeit mit Lara schön machen. Wir würden also Freitag und das ganze Wochenende zu unserer Verfügung haben.

Natürlich wollte ich nichts dem Zufall überlassen, und so planten Lara und ich die drei Tage ziemlich genau durch – zumindest was Lara’s "Speiseplan" anging. Lara würde Donnerstag nach der Arbeit zu mir kommen und die drei Tage mit mir in meiner Wohnung verbringen. Nun, nicht ganz – denn wir hatten vor, zumindest am Freitag auszugehen. Ich hielt das für eine reizvolle Idee, zumal ich beabsichtigte, Lara den ganzen Tag über zu verwöhnen, bevor wir abends auswärts essen würden. Mir fiel in diesem Zusammenhang ein, dass ich gar nicht wusste, wie viel ein Mensch eigentlich essen konnte. Auch Lara konnte mir keine Antwort geben, und so begnügten wir uns schließlich damit, nur einen provisorischen Plan aufzustellen. Wobei man durchaus sagen kann, dass auch dieser im Hinblick auf die Mengen, die sie essen sollte, nicht wirklich realistisch war. Das war so eine Sache mit den Fantasien: man konnte sich zwar alles vorstellen, doch ob es sich dann auch umsetzen ließ war eine ganz andere Frage. Lara meinte, sie würde Freitag versuchen, ihr Bestes zu geben, und je nachdem wie der Tag verlaufen würde, könnten wir dann das restliche Wochenende gestalten.

* * *

Es war kurz vor halb sechs als Lara am späten Donnerstag nachmittag klingelte. Ich öffnete die Tür und bat Lara herein. Sie trug einen engen, schwarzen Rock, der bis knapp über die Knie reichte und ihre weiblichen Rundungen unterstrich sowie eine weiße Bluse unter einem wiederum schwarzen Jacket. In ihrer rechten Hand hielt sie eine Tasche, in der sich ihr Nachthemd sowie ein paar bequemere Klamotten für das Wochenende befanden. Zur Begrüßung bekam ich einen Kuss. Dann nahm ich ihr die Tasche ab und brachte sie ins Schlafzimmer. Lara ging unterdessen ins Wohnzimmer und nahm Platz. Ich kam wenig Augenblicke später ebenfalls ins Zimmer und setzte mich neben sie.

"Hast du Hunger? Möchtest du etwas zu Abend essen?" fragte ich sie.

Sie schüttelte den Kopf. "Nein, ich hab’ zwar Hunger, aber den möchte ich mir für morgen aufheben. Ich hab seit heute Mittag nichts mehr gegessen, damit ich morgen vielleicht mehr schaffe."

Lara nahm die Sache wirklich ernst. Nun, vielleicht war ihre Idee gar nicht schlecht. Ich fragte trotzdem nochmal nach, ob sie nicht doch wenigstens eine Kleinigkeit essen wollte und sie verneinte erneut.

"Wir sollten dich noch wiegen." meinte ich vorsichtig. Ich wusste, dass Lara empfindlich reagierte, was ihr Gewicht anging. Sie nickte aber und meinte: "Und meine Maße nehmen wir auch." Erneut hatte ich den Verdacht, dass Lara nicht nur meinetwegen in das Mastwochenende eingewilligt hatte.

Wir gingen ins Bad, wo Lara sich bis auf ihren Slip auszog und auf die Wage stellte. Sie war wirklich eine unglaublich attraktive Frau, und ich musste mich konzentrieren, um nicht das Kommando an meinen kleinen Freund zu verlieren. Ich drehte mich schnell zur Badezimmerkommode und suchte nach dem Maßband, das ich hier aufbewahrte.

"67 Kilo." verkündete Lara.

So weit hatte ich mit meiner Schätzung vor einigen Wochen also gar nicht daneben gelegen. Obwohl Lara nur knapp 1,70m groß war, verteilten sich die Pfunde wirklich gut und sie wirkte überaus weiblich. Ich rollte das Maßband aus und legte es an. Dann nahm ich der Reihe nach ihre Maße von Brust-, Taillen- und Hüftumfang.

"Und?" fragte Lara, als ich das Maßband wieder einrollte.

"96-71-98." antwortete ich knapp.

Dann griff Lara nach ihrer Kleidung und ging ins Schlafzimmer, wo sie in ihren mitgebrachten Jogginganzug schlüpfte. Ich begab mich derweil zurück ins Wohnzimmer, wo ich auf Lara wartete. Sie kam keine zwei Minuten später nach und setzte sich, dann legte sie die Füße hoch und lehnte sich an mich. Wir sahen noch ein wenig fern, bevor wir frühzeitig zu Bett gingen. Den morgigen Tag wollten wir schließlich in allen Zügen genießen – und nicht die Hälfte davon verschlafen.

* * *

Der Wecker klingelte uns um sieben Uhr aus dem Schlaf. Wir gaben einander einen Guten-Morgen-Kuss, dann stand zuerst ich auf und ging ins Bad. Ich brauchte nicht lange, und nachdem ich fertig war und mich angezogen hatte, ging auch Lara ins Bad. Während sie im Bad war, richtete ich derweil das Frühstück in der Küche her – Brot und Butter, für jeden von uns zwei Eier und etwas Wurst und Käse zum Belegen der Brote. Lara, das wusste ich, mochte morgens gerne etwas Süßes (auch wenn sie diesem Verlangen meistens nur am Wochenende nachgab), und so stellte ich natürlich auch das Glas Nutella bereit. Ausserdem machte ich uns einen Tee.

Lara kam kurz darauf in die Küche und setzte sich an den Frühstückstisch. Sie hatte wieder ihren Jogginganzug angezogen. Ich konnte ihr ansehen, dass sie wirklich hungrig war. Sie hatte ja seit gestern mittag nichts mehr gegessen, und ihr Magen knurrte hörbar. Sie müsste kichern, dann griff sie sich eine Scheibe Brot, die sie dick mit Butter und Nutella bestrich. Genüsslich biss sie davon ab. Obwohl ich das schon so oft gesehen hatte, faszinierte es mich heute besonders. Vielleicht lag es daran, dass ich wusste, dass dieser erste Bissen nur der Beginn ihres geplanten Mastwochenendes war. Ihrem ersten Nutellabrot folgte ein zweites.

"Hast du keinen Hunger?" fragte sie mich kauend.

"Wie bitte?" fragte ich geistesabwesend.

"Naja, du hast noch gar nichts gegessen. Und das solltest du aber, du kannst mir ja heute noch lange genug zusehen." Sie blinzelte mir zu.

Also begann auch ich zu frühstücken. Ein Käsebrot sollte es sein. Ich tat gerade meinen ersten Bissen, als Lara sich ein drittes Brot – wiederum mit Butter und Nutella bestrich. Normalerweise aß sie morgens nur eine Scheibe Brot, die sie mit Magerquark bestrich, und dazu noch einen Apfel, aber heute sah ihr Speiseplan anders aus. Es dauerte nicht lange, und sie hatte auch das dritte Brot gegessen. Auch ich schob den letzten Bissen meines Käsebrotes in den Mund.

"Schon satt?" fragte ich, als ich gekaut und geschluckt hatte.

"Nicht wirklich." meinte sie knapp – und das war auch gut so, denn ihr Speiseplan sah vor, dass sie noch ein viertes Brot essen sollte. Und die zwei Eier waren ja auch noch übrig.

Jeder von uns nahm sich also eine weitere Scheibe Brot. Ich belegte sie mit Salami, Lara mit Käse. Nach all der süßen Schokolade war das eine willkommene Abwechslung für ihren Gaumen. Ausserdem schloss Käse ja bekanntlich den Magen, und bis zur nächsten Mahlzeit sollte Lara nicht hungern müssen. Wenige Bissen später hatten wir unsere Brote verzehrt. Auch die beiden Eier waren schnell aufgeschlagen und gegessen.

"Und? Satt?" fragte ich Lara.

"Ja, ein wenig. Ich könnte schon noch was essen, aber ich will mir ja nicht den Appetit verderben."

Ich stand auf und begann den Tisch abzudecken, dann machte ich mich an den Abwasch. Lara ging unterdessen ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher ein. Ich folgte wenig später nach und setzte mich neben sie. Lara zappte wahllos durch das Morgenprogramm. Auf diese Art und Weise schlugen wir die nächsten beiden Stunden tot.

Kurz vor zehn stieß Lara mich sanft in die Seite. Es war Zeit für eine kleine Zwischenmahlzeit. Ich ging in die Küche und nahm zwei Bananen aus dem Obstkorb, der auf der Anrichte stand. Ausserdem nahm ich aus dem Kühlschrank das Halbliterglas Erdbeeryoghurt und einen Löffel aus dem Besteckkasten. Dann ging ich zurück zu Lara ins Wohnzimmer, setzte mich wieder und legte alles auf dem Couchtisch ab.

"Womit willst du anfangen?" fragte ich, und Lara deutete auf eine der Bananen. Ich nahm sie und schälte sie ab, dann begann ich Lara zu füttern. Ich hielt ihr die Banane hin, und sie biss ab. Als ich die Bananen gekauft hatte, hatte ich extra darauf geachtet, dass sie schön groß waren, und so brauchte Lara gut zehn Bissen, bis sie die Banane gegessen hatte.

"Jetzt möchte ich den Yoghurt, bitte." meinte sie, als sie den letzten Bissen runter geschluckt hatte. Ich kam ihrem Wunsch nach und schraubte den Verschluss vom Glas. Dann nahm ich den Löffel und fütterte Lara langsam mit dem Yoghurt. Ich schob ihr den Löffel in den Mund, und sie schloss entspannt die Augen, während sie die süße Creme ableckte. Ich ließ mir Zeit und fütterte sie langsam weiter, und wir beide genossen das Spielchen. Lara wusste wirklich, wie sie mich heiss machen konnte. Ich hatte nicht geglaubt, dass es mir so schwer fallen würde, mich nur darauf zu konzentrieren, Lara zu füttern. Nach einiger Zeit war das Yoghurtglas fast leer.

"So, das ist der letzte Löffel." sagte ich zu Lara und schob ihn ihr in den Mund. Sie leckte die süße Masse ab und schluckte sie hinunter. Dann lehnte sie sich zurück, hielt sich die Hand vor den Mund und rülpste leise hinein. Ich stellte das Yoghurtglas auf den Tisch und legte den Löffel daneben, dann schälte ich die zweite Banane ab.

"So, Nachtisch." kündigte ich Lara dieselbe an. Sie rutschte wieder ein wenig nach vorn und öffnete erwartungsvoll den Mund. Abermals begann ich das Fütterspielchen. Lara ließ sich etwas mehr Zeit mit der zweiten Banane als vorhin, und ich konnte sehen, dass sie nach diesem zweiten Frühstück satt war. Es hatte wieder gut zehn Bissen gebraucht, bis auch die zweite Banane in Lara’s Bauch verschwunden war, und jetzt würde Lara erstmal eine Pause brauchen. Die würde sie auch nötig haben, denn in knapp eineinhalb Stunden stand schon die nächste Mahlzeit an. Und das Mittagessen würde im Vergleich zu den beiden bisherigen "Snacks" um einiges umfangreicher ausfallen. Bis es aber so weit sein sollte, kuschelten wir ein wenig miteinander, und ich war fast ein wenig enttäuscht, als ich eine Stunde später zum Kochen in die Küche abkommandiert wurde.

Während Lara im Wohnzimmer weiter faul auf der Couch lag und fern sah, begann ich das Mittagessen zuzubereiten. Lara liebte Pasta, und so hatten wir beschlossen, dass ich ihr Spaghetti Bolognese kochen würde. Ich war ganz allgemein kein sehr guter Koch, doch zumindest dieses Gericht gelang mir immer wieder erstaunlich gut. Heute gab ich mir ganz besonders Mühe, die Soße schmackhaft zu machen, und ich würzte immer wieder nach, bis ich schließlich zufrieden war. Schließlich sollte Lara ihr Fresswochenende geniessen, und das bedeutete auch, dass das Essen gut sein musste.

Kurz nach zwölf hatte ich Nudeln und Soße fertig und deckte den Tisch. Ich stellte auch eine Kerze hin und zündete sie an. Schließlich dämmte ich das Licht noch ein wenig, so dass es fast ein bisschen romantisch aussah. Dann ging ich Lara holen und wir setzten uns an den Tisch.

"Das duftet herrlich – und du hast ja alles so schön gedeckt." meinte sie.

"Danke. Ich hoffe, es schmeckt auch so."

Lara reichte mir ihren Teller und ich füllte ihn gut mit Nudeln und Soße – etwa soviel, wie Lara sonst immer aß. Ich servierte ihr die erste Portion, und sie wartete höflich, bis auch ich meinen Teller gefüllt hatte. Dann begannen wir zu essen.

"Mmmh, das schmeckt fantastisch. Ich glaube, heute hast du dich selbst übertroffen." schmeichelte mir Lara. Doch sie hatte Recht, es war wirklich gut geworden, und ich war stolz auf mich.

Lara, die eine geübte Pasta-Esserin war, drehte die Nudeln auf die italienische Art direkt im Teller auf ihre Gabel. Ich war da ein wenig unbegabter, und bemühte den Löffel zur Hilfe – typisch deutsch eben. Ich beobachtete Lara genau, wie sie es sich schmecken ließ. Lara aß mit Hingabe, und man merkte ihr an, dass sie nicht nur mir zuliebe diesen Fresstag abhielt. Ich wusste nicht, wie hungrig sie im Moment war, immerhin hatte sie schon heute Vormittag weit mehr als üblich gegessen. Falls sie aber keinen Hunger hatte, so wusste sie ziemlich gut, wie sie es verbergen konnte. Sie aß sogar ein bisschen schneller als ich, und als sie ihre Portion geschafft hatte, da hatte ich noch ein gutes Viertel vor mir.

"Möchtest du noch was?" fragte ich, obwohl ich ohnehin schon wusste, wie sie antworten würde. Sie lächelte mich nur an und nickte, und so legte ich schnell mein Besteck beiseite, um Lara’s Teller wieder aufzufüllen. Die zweite Portion war ebenso groß wie die erste. Ich reichte Lara ihren Teller und sie begann erneut, die Pasta zu verzehren.

Kurze Zeit später hatte auch ich meinen Teller leer gegessen. Lara hatte bereits gut die Hälfte ihrer zweiten Portion geschafft, und ich merkte, dass sie jetzt langsamer als zu Beginn aß. Sie kaute die Nudeln jetzt auch länger, bevor sie schluckte. Keine Frage, sie war satt. Trotzdem aß sie brav auch den zweiten Teller leer. Als sie damit fertig war, lehnte sie sich zufrieden zurück und rülpste laut. Ich warf einen Blick in den Topf auf die verbliebenen Nudeln, dann sah ich Lara an.

"Ein bisschen was ist noch übrig." Das stimmte nicht ganz, es waren leicht noch eineinhalb Portionen. "Möchtest du noch was oder brauchst du erstmal eine kleine Pause?" erkundigte ich mich.

"Ich weiß genau, wenn ich jetzt aufhöre, dann ess’ ich den Rest später auch nicht mehr." meinte Lara. "Aber du musst mir vielleicht ein bisschen helfen…" lächelte sie mich an. Natürlich wusste ich, was sie meinte, und so füllte ich erst ihren Teller ein drittes Mal auf, dann zog ich meinen Stuhl neben den ihren und setzte mich. Als letztes Griff ich noch nach Gabel und Löffel und begann, die Nudeln aufzudrehen.

"Mund auf!" befahl ich, als ich die Gabel das erste Mal zu demselben führte, und Lara gehorchte artig. Sie zog die Nudeln mit der Zunge von der Gabel und kaute dann genüsslich, während ich schon die nächste Ladung Spaghetti um die Gabel drehte.

Eine Zeit lang aß Lara brav weiter, bis etwa die halbe Portion geschafft war. Als ich ihr die nächste Gabel Spaghetti in den Mund schieben wollte, hielt sie abwehrend die Hand davor.

"Ich brauch’ ne Pause…" meinte sie. Lara lehnte sich satt und erschöpft zurück. Natürlich gewährte ich ihr den Wunsch, hatte sie doch bis jetzt ohne Murren alles gegessen, was ich ihr vorgesetzt hatte. Also legte ich Gabel und Löffel vorerst beiseite, und Lara nahm es dankend zur Kenntnis. Unter ihrem Pulli zeichnete sich mittlerweile gut sichtbar ein kleines Bäuchlein ab, und sie legte beide Hände darauf und streichelte vorsichtig darüber. Ich fragte mich, wie viel sie da heute wohl noch hineinstopfen konnte.

"Das ist ganz schön verrückt, was wir da machen…" meinte Lara und lächelte mich an.

"Mag sein," antwortete ich, "aber was soll’s? Manchmal muss man einfach so was Verrücktes machen."

"Vielleicht hast du Recht. Aber ich hätte nicht gedacht, dass das so anstrengend ist…" seufzte Lara. "Ich bin jetzt schon total voll. Hier, fühl’ mal." sagte sie und nahm meine Hand, die sie dann auf ihren Bauch legte. Sie hatte nicht gelogen, unter dem Stoff ihres Pullovers konnte ich ihren prall gefüllten Magen fühlen. Ich piekste vorsichtig mit den Fingern in die leichte Wölbung, und Lara stöhnte auf und rutschte ein wenig auf ihrem Stuhl zurück. "Nicht so arg…" meinte sie. "Du willst doch nicht, dass alles wieder hoch kommt." Da hatte sie Recht, und so änderte ich das Piksen in ein liebevolles Streicheln.

"Wir sollten langsam weitermachen." fand Lara nach einigen Minuten. "Kalt sind die Nudeln bestimmt nicht mehr ganz so gut."

Erneut nahm ich Gabel und Löffel zur Hand und fütterte Lara mit den Spaghetti. Sie aß jetzt trotz der kurzen Erholung recht langsam, was aber auch kein Wunder war. Seit heute morgen hatte Lara praktisch nichts anderes getan, als zu futtern. Obwohl erst Mittag war, hatte sie jetzt schon mehr gegessen, als sie normalerweise über einen ganzen Tag verteilt zu sich nahm. Was mich am meisten wunderte war, dass sie überhaupt so lange durchhielt. Selbst, als der Teller leer war und ich ihn zum vierten Mal auffüllte – nur etwa zur Hälfte, denn damit war der Topf leer -, beschwerte sie sich nicht. Ich war wirklich beeindruckt von so viel Ehrgeiz.

"Ich hab Durst." informierte Lara mich. Ich ging und holte ihr ein Glas Wasser, das sie in kleinen Schlucken austrank. Sie verlangte nach einem weiteren Glas Wasser, und ich brachte es ihr, wies sie aber darauf hin, dass sie nicht zuviel trinken sollte, da sonst für die übrigen Spaghetti kein Platz mehr in ihrem Bauch wäre. Meiner Warnung zum Trotz leerte sie auch das zweite Glas. Sie gab es mir zurück und musste leise aufstoßen. Ich stellte das Glas bloss auf den Tisch, dann fütterte ich sie weiter mit den Nudeln.

So eintönig es für einen Zuschauer auch gewirkt haben müsste, uns hierbei zuzusehen, so sehr genoss ich dieses Spielchen. Immer wieder drehte ich die Spaghetti um die Gabel, nur um sie dann in Lara’s Mund zu schieben und ihr beim Kauen und Schlucken zuzusehen. Lara schien wie in Trance, beinahe teilnahmslos aß sie ohne jede Widerrede jeden Bissen auf. 15 Minuten später verschwand die letzte Gabel Spaghetti in ihrem Mund.

"Oh Gott…" stöhnte Lara und schob einen langen Rülpser hinterher. "So voll war ich noch nie."

Sie hatte sich erschöpft zurückgelehnt, und ihre linke Hand ruhte auf ihrem Bauch, der sich unter ihrem Pullover prall gefüllt nach vorne wölbte. Mit der anderen Hand fuhr sie sich durch’s Haar – ich kannte diese Geste bei ihr, Lara machte das immer, wenn sie völlig geschafft war. Auf ihrer Stirn hatten sich kleine Schweißperlen gebildet, und ich fragte mich, ob wir es nicht doch ein wenig übertrieben hatten.

"Ich geh’ mich erstmal auf die Couch legen." erklärte Lara und erhob sich schwerfällig. Jetzt, da ich sie so im Profil sah, fiel mir erst auf, wie angeschwollen ihr Bauch mittlerweile tatsächlich war. Es sah fast so aus, als sei sie im dritten oder vierten Monat schwanger. Lara streckte sich so gut sie eben konnte, denn ihr überladener Magen schränkte ihre Bewegungsfreiheit nicht unerheblich ein. Dann trottete sie langsam aus der Küche. Zu gerne wäre ich ihr auf der Stelle gefolgt, doch zuerst musste ich den Tisch abdecken und das Geschirr in die Spülmaschine räumen.

Als ich das Wohnzimmer betrat, lag Lara ausgestreckt auf der Couch. Sie hatte ihren Pulli ein wenig hoch geschoben, so dass ich jetzt ungehindert auf ihren aufgeblähten Wanst sehen konnte. Es war wirklich ein herrlicher Anblick, wie sie so da lag und ihre pralle Körpermitte massierte. Lara bemerkte mich und richtete sich mühsam auf.

"Willst du dich nicht zu mir setzen?" fragte sie.

Natürlich wollte ich das, und so setzte ich mich so neben sie, dass sie sich an mich anlehnen konnte. Sie legte ihren Kopf in meinen Schoß und ich meinen linken Arm um sie, so dass ich sie stützen konnte. Meine andere Hand schien sich selbständig zu machen, denn ehe ich es richtig merkte, hatte ich sie auch schon auf Lara’s Bauch gelegt und streichelte nun sanft darüber.

"Wie fühlst du dich?" erkundigte ich mich.

Lara antwortete nicht gleich, sie atmete schwer und versuchte noch, sich einigermaßen bequem hin zulegen. Es schien, als fiel ihr das gar nicht so leicht.

"Mein Bauch tut weh." sagte sie schließlich. Wie zur Bestätigung ertönte aus selbigem ein gurgelnder Laut.

"Das glaube ich gern." sagte ich mitfühlend. "Aber du hast das ganz große Klasse gemacht. Ich bin stolz auf dich."

"Ich weiß. Und es gefällt dir offenbar wirklich gut." grinste sie mich hämisch an. Ich verstand erst nicht, was sie meinte, doch dann erinnerte ich mich, dass sie ja in meinem Schoß lag. Ich musste ebenfalls grinsen.

Eine Zeit lang saßen wir nur so da, und ich streichelte sanft Lara’s schmerzenden Bauch. Immer wieder konnte ich daraus gurgelnde Laute vernehmen, die wohl darauf hinwiesen, dass ihr Bauch schön langsam das ganze Essen verdaute. Lara hatte die Augen geschlossen und döste vor sich hin. Ich hingegen konnte meinen Blick kaum von ihr abwenden – insbesondere von ihrem kugeligen Bauch. Ursprünglich war es ja nur darum gegangen, das Lara ein paar Pfunde zulegen sollte. Jetzt aber musste ich fest stellen, dass dieses Füttern mir sogar noch besser gefiel. Sie zu füttern hatte in mir Gefühle hervorgerufen, die ich so bisher nicht gekannt hatte. Angenehme Gefühle. Dass sie dabei zunehmen würde, war beinahe nebensächlich geworden. Ich fragte mich, wie Lara das sah. Das Mittagessen vorhin schien ihr jedenfalls eben soviel Spaß gemacht haben wie mir. Zu gegebener Zeit würde ich mit Lara hierüber sprechen.

Es war jetzt fast halb zwei, und ich überlegte skeptisch, ob sich der von uns aufgestellte Speiseplan einhalten lassen würde. Denn bereits um drei Uhr war eine weitere Zwischenmahlzeit vorgesehen. So vollgefressen wie Lara jetzt allerdings war, zweifelte ich daran, dass sie auch nur einen Bissen mehr hinunter bekommen würde. Und für heute Abend hatten wir ja auch noch einen Tisch in unserem Stammlokal reserviert. Entweder ließen wir eines von beidem ausfallen, oder Lara würde heute noch platzen. Ich wollte gerade Lara befragen, was sie vorschlagen würde, da bemerkte ich, dass sie eingeschlafen war. Damit hatte sie die Frage beantwortet, ohne auch nur ein Wort gesagt zu haben. "Schlaf nur, meine Süße." dachte ich. "Du hast es dir verdient."

* * *

Um kurz nach halb sechs wachte Lara wieder auf. Ich hatte sie die ganze Zeit in meinen Armen gehalten und gestreichelt. Lara’s Bauch war mittlerweile etwas weniger prall und fühlte sich auch nicht mehr so hart an wie gleich nach dem Mittagessen, aber man merkte nach wie vor, dass sie sich ziemlich überfressen hatte. Noch etwas schlaftrunken blickte sie mich an.

"Wie spät ist es?"

"Halb sechs vorbei." antwortete ich.

"Oh – dann hab ich wohl eine Mahlzeit verschlafen…" stellte sie fest. Sie warf mir einen prüfenden Blick zu, ob ich deswegen enttäuscht wäre.

"Das macht doch nichts. Ist wahrscheinlich besser so. Ausserdem – wenn du magst, dann kannst du das ja heute Abend nachholen." erklärte ich. "Hast du denn noch Lust, heute Abend auszugehen?"

Lara überlegte kurz, dann setzte sie sich auf. "Ja, doch. Wo wir schon reserviert haben."

"Wir müssen aber nicht, wenn du keine Lust hast." hakte ich noch einmal nach.

"Die hab’ ich aber. Bis jetzt hat’s doch Spaß gemacht, oder?" Ich nickte zur Bestätigung. "Also gehen wir auch aus." entschied Lara.

Da wir den Tisch bereits für halb sieben bestellt hatten und wir mit dem Auto gut zwanzig Minuten würden fahren müssen, war es ohnehin schon an der Zeit, das wir uns fertig machten und uns umzogen. Wir gingen beide in mein Schlafzimmer, wo ich Hose und Hemd und Lara ein mitgebrachtes Kleid aus dem Schrank nahmen. Ich hatte mich rasch umgezogen. Lara bat mich daher, ihr beim Kleid zu helfen und den Reissverschluss für sie zu schließen.

"So kann ich doch unmöglich ausgehen, oder?" fragte sie mich.

Ich trat einen Schritt zurück und musterte sie. Es war nicht schwer zu erraten, was Lara an ihrem Outfit störte. Das schwarze Kleid war sehr schön geschnitten und betonte ihre Figur perfekt. Das wäre normalerweise auch kein Problem gewesen, da Lara ja auch wirklich eine atemberaubende Figur hatte. Jetzt aber sah man ziemlich deutlich das kleine Bäuchlein, das sich unter dem Kleidstoff abzeichnete. Ich fand das nicht schlimm, im Gegenteil, es wirkte irgendwie süß. Fast so, als sei Lara schwanger. Ihr aber schien es unangenehm zu sein.

"Wieso denn nicht? Du siehst absolut klasse aus." stellte ich wahrheitsgetreu fest.

"Ja aber das hier" widersprach sie mir und zeigte auf die süße Wölbung ihres Bauches," das ist doch peinlich."

"Ach was. Erstens sieht das ziemlich niedlich aus, und zweitens fällt das sowieso niemandem auf. Das verspreche ich dir. Und selbst wenn, dann sagen wir einfach, du bekommst ein Kind." versuchte ich sie zu überzeugen. Es schien zu klappen, denn sie musste kichern.

"Na gut – aber auf deine Verantwortung." gab sie schließlich nach. Dann machten wir uns auf den Weg.

* * *

Es war eine gute Idee gewesen zu reservieren, denn als wir im Restaurant ankamen war es bereits ziemlich voll. Ich meldete uns beim Ober an, und der brachte uns dann zu dem für uns gedeckten Tisch. Wir hatten darum gebeten, einen etwas abseits gelegenen Tisch zu bekommen, und da man uns hier gut kannte, war man unserer Bitte natürlich nachgekommen. Wir saßen zwar etwas weiter entfernt vom Eingang, dafür aber in einer schön abgetrennten Nische, wo wir ganz für uns waren. Wie von mir vorhergesagt hatte natürlich niemand Lara’s Bäuchlein bemerkt, und Lara war sichtlich erleichtert, als sie sich gesetzt hatte und damit eventuell neugierigen Blicken, die ja noch kommen könnten, zumindest für’s erste keine Beachtung mehr schenken musste. Wir gaben kurz darauf unsere Bestellung auf. Ich wählte die Schweinelendchen, die hier in einer besonders schmackhaften Soße serviert wurden. Lara entschied sich für ein Schnitzel mit Pommes. Ich war darüber ein wenig überrascht, denn es war bekannt, dass die Schnitzel, die hier serviert wurden, wirklich groß waren. Selbst ein erwachsener Mann wie ich schaffte die Portion nur mit Mühe. Lara meinte, sie würde das schon packen, und ich widersprach ihr nicht. Sie würde schon wissen, was sie tat. Wenig später wurde unser Essen serviert.

"Guten Appetit." wünschte der Ober und entfernte sich.

Lara griff nach Messer und Gabel, ich tat es ihr gleich.

"Na dann los, rein damit." sprach sie sich selbst Mut zu. Dann begannen wir zu essen.

Was sich in den nächsten 45 Minuten abspielte, werde ich wohl nie vergessen. Lara gab sich in der Tat Mühe, alles auf zuessen. Die Portion war mehr als groß, ich hatte das Gefühl, dass es sogar noch mehr als üblich war. Obwohl ich versuchte, meine Geschwindigkeit der von Lara anzupassen, war ich lange vor ihr fertig und konnte die verbliebene Zeit darauf verwenden, ihr zuzusehen. Wie schon heute mittag aß Lara zumindest am Anfang mit Hingabe. Je mehr sie aber von dem Fleisch vertilgte, desto langsamer wurde sie. Auch der Berg Pommes schien einfach nicht kleiner werden zu wollen. Als sie gut drei viertel ihrer Portion geschafft hatte, lehnte sie sich zurück und atmete einige Male schwer ein und aus. Sie musste mit sich kämpfen, und ich befürchtete, dass ihr schlecht würde und alles wieder hochkommen würde. Statt dessen rülpste sie nur laut und völlig ungeniert, und ich hoffte, dass es niemand sonst mitbekommen hatte. Glücklicherweise war es ob der vielen Gespräche, die hier geführt wurden, recht laut im ganzen Restaurant.

"”tschuldigung…" meinte sie, dann beugte sie sich wieder nach vorn, um auch den Rest zu essen.

Es war schier unglaublich, mit welchem Ehrgeiz Lara sich vollstopfte. Schon heute Mittag hatte ich geglaubt, dass sie bis an ihre Grenzen gegangen war, doch jetzt belehrte sie mich eines besseren. Ohne Unterlass schaufelte sie das Essen in sich hinein. Ich fragte mich, wie sie das nur machte. Auf ihrer Stirn hatten sich wieder diese kleinen Schweißperlen gebildet, und als sie schließlich den letzten Bissen des Fleisches hinunterschluckte, erwartete ich, dass sie jeden Moment platzen oder sich zumindest auf der Stelle übergeben würde. Lara tat nichts dergleichen, statt dessen lehnte sie sich nur satt zurück und rülpste erneut. Sie hatte die Augen halb geschlossen und blickte mich etwas geistesabwesend an, während sie mit beiden Händen ihren Bauch hielt. Leider konnte ich selbigen nicht sehen, doch ich vermutete, dass er nun so prall gefüllt wie nie zuvor war.

"Wahn-sinn." stammelte ich, völlig erschlagen von der Show, die sie mir geboten hatte.

"Da staunst du, was?" lächelte sie mich an.

Ich wusste nicht, was ich darauf sagen sollte. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich konnte es kaum erwarten, dass wir hier raus kamen. Am liebsten wollte ich sofort zahlen und mich mit Lara auf den Weg nach Hause machen, doch Lara bat mich, noch ein wenig ausruhen zu dürfen, bevor wir zahlen und das Restaurant verlassen würden. Es waren die längsten zwanzig Minuten meines Lebens. Lara saß nur da und sagte gar nichts, sie war viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Irgendwann meinte sie, dass wir zahlen und gehen könnten, und ich tat wie mir geheißen und bat um die Rechnung.

Als wir aufstanden, um zu gehen, konnte ich Lara’s Bauch sehen. Der Stoff ihres Kleides spannte über der prallen, vollgestopften Kugel, die sich jetzt unterhalb ihres Busens nach vorne wölbte. Am liebsten hätte ich ihr das Kleid gleich hier vom Leib gerissen, doch im Moment gab es ein anderes Problem: Lara konnte kaum gerade stehen, und jetzt fiel ihr aufgeblähter Wanst wirklich sofort auf. Und wir hatten ja doch einige Meter zum Ausgang zurückzulegen. Ich reichte ihr mein Jacket, und sie nahm es so in die Arme – die sie beide vor ihrem Körper verschränkte -, dass es über ihren Bauch hinab hing und so das meiste bedeckte. Anschließend legte ich meinen Arm um sie, und so trotteten wir langsam aus dem Restaurant. Lara brauchte ihre ganze Kraft, um einigermaßen elegant zu wirken. Ob wir irgend jemandem auffielen, weiß ich nicht, denn ich war mit meinen Gedanken bereits zu Hause.

Beim Auto angekommen öffnete ich Lara die Tür, und sie ließ sich geradezu in den Sitz fallen. Ich schloss die Tür wieder und stieg selbst ein, dann fuhren wir los. Jetzt, da es nicht mehr so laut wie im Restaurant war, konnte ich wieder hören, wie Lara’s Magen gurgelte. Es klang jetzt viel lauter als heute nachmittag, und Lara atmete schwer neben mir. Hin und wieder stöhnte sie leise und legte dann die Hände auf ihren Bauch, um ihm eine wohltuende Massage zu verpassen. Anscheinend schmerzte ihr Magen, doch das war ja kein Wunder. Ich hatte sie gewarnt.

* * *

Wir stolperten geradezu ins Schlafzimmer, als wir endlich zu Hause waren. Ich, weil ich es nicht erwarten konnte, Lara zu lieben, sie, weil ihr voller Bauch sie daran hinderte, sich so leichtfüßig und elegant wie sonst zu bewegen. Ich half ihr aus dem Kleid und wollte sie ins Bett zerren, doch sie schüttelte den Kopf.

"Lass’ uns erst schauen, wie viel ich heute geschafft habe." Damit ging sie langsam ins Bad und stellte sich auf die Waage. Ich folgte ihr.

"Und?" fragte ich.

"Was und? Da musst du schon selbst gucken, oder meinst du vielleicht, ich kann mich jetzt vornüber beugen?" stellte sie mir eine Gegenfrage.

Beim Blick auf die Digitalanzeige der Wage hätte ich mich fast verschluckt.

"73,8 kg." staunte ich.

"Wow… das erklärt natürlich, warum mein Bauch sich so voll anfühlt." kicherte Lara. "Los – hol’ das Maßband!" befahl sie aufgeregt.

Ich tat wie mir geheißen und legte es an ihren Bauch. Er fühlte sich unglaublich hart an. Dann verschluckte ich mich ein zweites mal.

"89 cm…" stammelte ich.

Lara trat von der Waage und postierte sich vor mir. Jetzt im Profil war es überdeutlich zu sehen, wie vollgefressen sie war. Ihr Bauch wölbte sich nochmal ein ganzes Stück mehr als heute nach dem Mittagessen prall nach vorne. Es war ein fast absurdes Bild: Lara, die zwar nicht ganz schlank war, aber eben auch nicht wirklich dick, und dann dieser aufgeblähte Wanst. Man hätte sie ohne weiteres für schwanger halten können. Aber wir beide wussten, dass sie das nicht war.

"Na? Wie hab’ ich das gemacht?" fragte sie neckisch, bevor sie mir – endlich! – zu verstehen gab, dass ich ihr ins Bett folgen sollte.

* * *

Am nächsten Tag wachten wir gleichzeitig auf. Es war schon fast 11 Uhr und damit beinahe Mittag. Die gestrige Nacht war noch ziemlich anstrengend geworden, aber wir beide hatten es genossen. Ich wusste jetzt, dass Lara mindestens eben soviel Spaß an ihrem Fresstag gehabt hatte wie ich, und wir hatten beschlossen, es bei diesem einen Fresstag zu belassen. Zumindest vorerst. Entgegen unseres ursprünglichen Planes, das ganze Wochenende so zu gestalten, entschieden wir, statt dessen ab sofort mindestens einmal im Monat einen solchen Tag einzulegen. Lara war damit einverstanden, denn einerseits hatte es ihr gefallen, einmal so viel zu essen wie sie nur wollte und konnte. Andererseits hatte der gestrige Tag aber auch gezeigt, dass sie so viel zu schnell viel zu viel zunehmen würde. Montag morgen würde Lara, wie wir später herausfinden sollten, immer noch gute drei Kilo mehr auf die Waage bringen als vor dem Wochenende. In Anbetracht der Tatsache, dass Lara ursprünglich nur höchstens zehn oder vielleicht auch nur fünf Kilo zunehmen hatte wollen, hätten wir zwar viel früher dieses gesetzte Ziel erreicht gehabt. Dafür aber wären uns eine Menge spassiger Tage verloren gegangen. Es erschien uns daher am besten, es langsam angehen zu lassen. Auch als Lara entschied, das erst bei fünfzehn Kilogramm Schluss sein sollte, änderten wir diesen Plan nicht.

Und so kommt es, dass wir jetzt regelmäßig solche Fresstage abhalten. Den ersten aber werden wir immer in schöner Erinnerung behalten.

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