kinjiro – Der Kompromiss – 2 – Adrian

Eine Woche später stieg Adrian die Stufen zu Melanie’s Wohnung hinauf. Es war nicht schwer gewesen erst die Straße und dann das Haus, in dem Melanie wohnte, zu finden, und so hatte Adrian nicht einmal vierzig Minuten hierher gebraucht. Er würde also genau rechtzeitig bei Melanie eintreffen.

In der Tat waren Adrian’s Gefühle den ganzen Tag über gemischt gewesen. Auf der einen Seite hatte er sich nach dem, was letzte Woche zwischen ihm und Melanie passiert war, ungemein auf den heutigen Abend gefreut. Die ganze Woche über war er furchtbar aufgeregt gewesen und hatte es kaum erwarten können, Melanie wieder zu sehen. Gleichzeitig aber war er nach wie vor nicht ganz glücklich damit, dass er heute Abend bis zum Umfallen würde essen müssen. Eben genauso, wie Melanie es vor sieben Tagen bei ihm getan hatte. Aber, so war es nun einmal verabredet, und nachdem Adrian seine Versprechen einzuhalten pflegte, würde er den Abend eben so nehmen, wie er kommen würde. Er war sich ziemlich sicher, dass er bei weitem nicht so viel essen können würde, wie Melanie es bei ihm getan hatte. Allerdings hatte sie ihm ja auch gestanden, dass sie vorher ein wenig trainiert hatte. Aber Adrian wollte Melanie natürlich trotzdem nicht enttäuschen, und so hatte er seit dem Mittag nichts mehr gegessen und war jetzt auch ein wenig hungriger als er es üblicherweise Abends war. Ein bisschen mehr als normal würde er also bestimmt schaffen – und das würde hoffentlich genügen, um Melanie zufrieden zu stellen.

Adrian stand nun vor Melanie’s Wohnungstür und betätigte die Klingel. Nicht ganz eine halbe Minute später wurde ihm geöffnet. Wie bei ihrem ersten Treffen sah Melanie umwerfend aus. Allerdings trug sie heute anstatt Jeans einen bis zu den Knien herab reichenden Rock und anstelle des Tops eine weiße Bluse. Auch ihr Haar trug sie heute nicht offen wie bei ihrem letzten Treffen, sondern sie hatte es zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Melanie empfing ihn mit einem freudigen Lachen und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, so als seien sie weit mehr als nur gute Freunde, die sich bisher nur einmal getroffen hatten. Adrian störte sich aber nicht daran.

"Komm’ rein, ich hab’ schon auf dich gewartet." strahlte sie ihn an und Adrian trat ein.

"Hier, ich habe dir ein kleines Gastgeschenk mitgebracht." sagte Adrian und überreichte Melanie eine Packung Pralinen sowie eine Flasche Wein, die heute Nachmittag noch im Supermarkt gekauft hatte.

"Danke," freute sich Melanie, "aber das wäre nicht nötig gewesen."

Melanie nahm Adrian die Sachen ab und bat ihn dann, ihr zu folgen. Adrian ging ihr hinterher, zunächst in das Wohnzimmer, wo Melanie die Flasche und die Pralinenschachtel auf dem Tisch abstellte. Adrian fiel sofort auf, dass Melanie’s Wohnung recht modern eingerichtet war, und es gefiel ihm eigentlich ganz gut. Dann bat Melanie ihn, mit ihr in die Küche zu kommen. Dort hatte sie auch den Tisch gedeckt.

Adrian betrat nach Melanie die Küche, und sofort verstärkte sich der Geruch des Abendessens, das Melanie zubereitet hatte. Adrian hatte ihn schon vorhin im Flur bemerkt, hier aber war er viel stärker und ließ Adrian so Vermutungen anstellen, was Melanie wohl zubereitet hatte. Auch er hatte ihr einige Speisen genannt, die er besonders gerne aß, wollte aber, dass sie sich entschied, wie das Menü des Abends aussehen sollte. Melanie war an den Herd getreten und wendete gerade eines der Fleischstücke, als Adrian an ihre Seite trat, um sich einen Überblick zu verschaffen. Melanie hatte Schweinelendchen zubereitet, dazu eine fette Rahmsoße gekocht und als Beilage eine ziemlich große Menge Pommes Frites im Backofen erhitzt. Eine Vorspeise hatte sie nicht zubereitet, nachdem Adrian ihr gesagt hatte, dass er lieber gleich einen ordentlichen Hauptgang bevorzugte. Mit der Nachspeise hingegen sollte Melanie ihn einfach überraschen.

"Mmh, das sieht wirklich sehr lecker aus." meinte Adrian anerkennend.

"Danke." freute sich Melanie. "Ok, ich glaube, es ist fertig, wir können essen."

Melanie nahm die Pfanne mit den Schweinelendchen vom Herd und brachte sie hinüber zum Esstisch, dann kam sie zurück und nahm das Backblech aus dem Ofen, leerte die Pommes in eine Schüssel und gab sie Adrian. Als letztes füllte sie noch die Soße in eine Sauciere und dann gingen beide zum Esstisch und stellten alles ab, bevor sie sich setzten.

Adrian fiel auf, dass Melanie nur für eine Person gedeckt hatte. Was aber noch viel seltsamer war: der Teller stand nicht vor Adrian, sondern vor Melanie.

"Kann es sein, dass du etwas vergessen hast?" meinte Adrian.

Melanie lächelte ihn verlegen an. "Hmm, also weißt du… das kommt jetzt vielleicht ein wenig überraschend, aber ich hab mir gedacht, dass wir es heute ein wenig anders als geplant ablaufen lassen."

"Was meinst du damit?" fragte Adrian, der nicht wusste, was Melanie vor hatte.

"Na ja, als ich letzte Woche bei dir gewesen bin und du mich so verköstigt hast… das war viel schöner als ich gedacht hatte." Melanie schwieg einen Moment, dann sprach sie weiter. "Also ich hab’ mir gedacht, wenn du möchtest, dann machen wir das heute wieder so."

Jetzt verstand Adrian. Melanie hatte gar nicht für ihn gekocht, sondern für sich. Er war nur ihr Gast und sollte sie, wenn er das richtig verstanden hatte, füttern. Und wenn Adrian ganz ehrlich war, dann gefiel ihm diese Idee eigentlich auch viel besser als das, was sie ursprünglich geplant hatten. Allerdings hätte er dann ruhig ein üppigeres Mittagessen zu sich nehmen dürfen, denn so war jetzt selbst doch ziemlich hungrig. Melanie schien damit gerechnet zu haben und auch Adrian’s Gedanken zu erahnen.

"Du hast bestimmt auch Hunger, nicht wahr?" fragte sie und Adrian nickte. "Keine Sorge, es ist genug da."

Damit hatte Melanie Recht, sie hatte wahrlich genug gekocht, dass sie beide problemlos satt geworden wären. Auch wenn der neue Plan hieß, erstmal Melanie satt zu bekommen.

"Du kannst also was ab haben." grinste sie ihn an. Dann setzte sie ein ernstes Gesicht auf. "Aber: du darfst immer nur dann was essen, wenn ich gerade nicht esse."

Adrian wusste zwar nicht, was Melanie damit nun wieder beabsichtigte, aber er war dennoch einverstanden. So brauchte er sich dann auch nicht lange erklären zu lassen, was er zu tun hatte. Er gab zunächst zwei Stücke Fleisch auf Melanie’s Teller, lud einen Berg Pommes Frites daneben ab und übergoss dann alles mit der Soße, die Melanie zubereitet hatte. Dann ließ er sich von Melanie Messer und Gabel geben, schnitt ein Stück von dem Fleisch herunter und begann damit, Melanie zu füttern.

Offensichtlich schmeckte Melanie ihr eigenes Essen wirklich gut, denn sie war auch heute ziemlich gierig. Adrian kam kaum damit nach, die Pommes auf die Gabel zu spießen und dann in ihren Mund zu schieben oder den nächsten Bissen von den Schweinelendchen herunter zu schneiden. Melanie ließ sich alles von ihm in den Mund stecken, kaute rasch und schluckte dann hörbar, so dass Adrian schon bald die nächsten beiden Stücke Fleisch auf den Teller geben musste und auch der Pommesberg unerwartet schnell schrumpfte. Ab und an trank Melanie auch ein paar Schlucke – sie hatte gegen den Durst eine Flasche Cola bereit gestellt – und so dauerte das Essen eine Weile an.

Melanie hatte bereits ihren dritten Teller zur Hälfte geleert, als sie sich zum ersten Mal eine kleine Pause gönnen wollte. Sie erklärte Adrian, dass er gerne den Rest essen könne, sie wollte erst einmal einige Minuten ausruhen, bevor sie weiter aß. Gerne hätte Adrian weiter gemacht, denn auch wenn er selbst hungrig war, Melanie zu füttern schien ihm im Moment wichtiger. Aber nachdem sie keinerlei Anstalten machte, weiter zu essen, machte sich Adrian eben über das her, was sie übrig gelassen hatte. Adrian musste neidlos anerkennen, dass Melanie viel besser kochen konnte als er selbst.

"Kein Wunder, dass sie es lieber selbst isst…" dachte Adrian amüsiert.

Melanie hatte sich indessen in ihrem Stuhl zurück gelehnt und beobachtete nun Adrian, wie er seinen Hunger stillte. Melanie war nach den zweieinhalb Portionen Fleisch und Pommes schon ziemlich satt. Normalerweise aß sie kein Fleisch, oder zumindest nicht so viel. Daher lag es ihr auch ziemlich schwer im Magen. Damit hatte sie zwar gerechnet, aber sie hatte auch gedacht, dass sie etwas mehr schaffen würde, ehe sie die erste Pause brauchte. Andererseits war es so auch in Ordnung, schließlich sollte auch Adrian satt werden, nicht, dass Melanie wegen ihrer egoistischen Idee doch noch ein schlechtes Gewissen bekam. So wartete sie und verdaute, bis Adrian aufgegessen hatte. Erst dann gab sie ihm zu verstehen, dass sie weiter essen konnte und Adrian gab eine weitere Portion auf den Teller.

Die kurze Unterbrechung hatte Melanie ganz offensichtlich gut getan, denn als Adrian wieder damit begann, sie von neuem zu füttern, da aß sie beinahe so unbeschwert wie vorhin weiter. Schon beim letzten Mal hatte es Adrian erstaunt, wie viel Melanie essen konnte, aber es war schon beeindruckend, wie leicht es ihr zudem fiel. Adrian vermutete zwar, dass Melanie ihm ihren unstillbaren Hunger zum Teil auch nur vor spielte, doch selbst dann wäre es nicht weniger beeindruckend gewesen. In der Tat war Melanie selbst überrascht, wie viel ihr doch die kurze Pause genutzt hatte. Sie war zwar eigentlich satt und hätte auch jederzeit aufhören können, doch das wollte sie nicht. Noch nicht. Noch waren sechs Schweinelendchen und ein immer noch beachtlicher Berg an Pommes Frites vorhanden, und auch wenn sie nicht alles davon schaffen würde, sie würde es wenigstens versuchen.

Melanie hatte längst bemerkt wie sehr Adrian es genoss, sie derart zu überfüttern, und auch sie selbst empfand die Situation als ungemein erotisch. Schon letzte Woche bei Adrian hatte das üppige Essen dazu beigetragen, dass sie sich irgendwann wie in einem sexuellen Rausch gefühlt hatte, doch im Gegensatz zu heute hatte Adrian sie da erst gefüttert, als sie bereits bei der Nachspeise angekommen war. Melanie hatte das im Nachhinein ziemlich schade gefunden, da ihr gerade das besonders gut gefallen hatte. Das war auch ein Grund gewesen, weshalb sie sich heute so lange von Adrian füttern lassen wollte, bis sie nicht einen Bissen mehr hinunter bekommen würde. Melanie hoffte, dass es noch eine Weile dauern würde, bis es so weit war.

Adrian hatte inzwischen den Teller ein weiteres Mal beladen und auch diese Portion neigte sich schon wieder ihrem Ende zu. Melanie war überhaupt nicht aufgefallen, wie schnell sie die letzten eineinhalb Portionen in sich hinein schaufeln hatte lassen, doch allmählich begann sie sich richtig voll zu fühlen. Ihr Magen drückte seit ein paar Minuten relativ unangenehm, und so meinte sie schließlich zu Adrian, dass sie eine weitere Pause brauchte. Adrian gewährte ihr diese und aß derweil die Reste von Melanie’s Portion auf. Melanie hingegen massierte in den Zwischenzeit ihren mittlerweile ziemlich gut gefüllten Bauch, der sich prall gegen den Bund ihres Rockes drückte. Sie versuchte zuerst, den Rock etwas zurecht zu rücken, so dass er etwas bequemer saß. Nachdem das allerdings erfolglos blieb, öffnete sie schließlich die beiden obersten Knöpfe, so dass ihr sich rundender Bauch ein wenig mehr Platz hatte. Adrian beobachtete sie die ganze Zeit dabei, und Melanie konnte ihm ansehen, dass er durchaus von den Folgen ihrer Fressgier angetan war. Das war es dann auch, was sie trotz des anhaltenden Völlegefühls weiter machen ließ.

Es waren jetzt nur noch zwei kleine Stücke Fleisch übrig und auch die Pommes Frites reichten gerade noch für eine weitere Portion. Trotzdem war es natürlich genug, dass Melanie sich ziemlich würde zwingen müssen, wenn sie alles aufessen wollte. Ausserdem hatte sie ja noch eine Nachspeise – Vanillepudding – im Kühlschrank. Im Moment bezweifelte Melanie aber, dass sie den später noch hinunter brachte. Sie war einfach schon zu satt.

Als Adrian erneut begann, Melanie zu füttern, aß sie daher auch ungleich langsamer als vorhin. Sie kaute die einzelnen Stücke, die Adrian ihr in den Mund schob, nun deutlich länger. Wenn sie dann schluckte, hatte sie das Gefühl, dass sie spüren konnte, wie ihr Magen mit jedem Bissen ein wenig praller wurde. Aufgeben wollte sie trotzdem nicht, und so aß sie brav alles auf, bis Adrian ihr schließlich erst den letzten Bissen Fleisch und dann die letzten Pommes Frites in den Mund steckte. Danach war sie erst einmal erleichtert und auch ziemlich erschöpft. Melanie konnte sich selbst nicht erinnern, wann oder ob sie überhaupt schon einmal so viel gegessen hatte. Ihr Magen war nun fast bis zum Platzen gefüllt und der Grund dafür, warum sich ihr Bauch wölbte als wenn sie schwanger gewesen wäre.

Für Adrian war es ein unglaublich elektrisierender Anblick. Melanie, wie sie derart überfressen in ihrem Stuhl hing und ab und an aufstoßen musste, hatte es wieder einmal geschafft, ihn vollkommen zu verblüffen. Nie im Leben hätte er selbst so viel geschafft, ihm hatte es absolut gereicht, nur die beiden halben Portionen, die Melanie jeweils übrig gelassen hatte, zu essen. Vermutlich lag das einfach daran, dass er viel mehr daran interessiert war, jemand anderen zu füttern als selbst gefüttert zu werden, so dass er schon gar nicht gewusst hätte, wie er sich selbst ab einem gewissen Zeitpunkt hätte zwingen sollen, weiter zu essen. Melanie hingegen hatte ganz offensichtlich die Seiten gewechselt. denn so wie sie heute Abend wieder gefressen hatte…

"Gibt es noch Nachtisch?" fragte Adrian unschuldig.

Melanie warf ihm einen alarmierten Blick zu. Dann seufzte sie und meinte: "Ich habe noch einen Pudding gemacht. Der steht im Kühlschrank. Aber lass’ mich bitte noch ein wenig ausruhen, ich krieg’ jetzt wirklich nichts mehr runter…"

"Einverstanden." sagte Adrian. Nach einer kurzen Pause fragte er Melanie dann: "Was wollen wir machen, bis du wieder Platz da drin hast?" Dabei tippte er vorsichtig mit den Fingern seiner linken Hand auf ihren Bauch.

Melanie überlegte kurz. "Massier’ mir doch ein bisschen den Bauch." schlug sie schließlich vor, ein Angebot, das Adrian selbstverständlich annahm. Melanie rückte ihren Stuhl ein wenig zurück, und Adrian ging vor ihr in die Hocke. Dann legte er seine beiden Hände auf ihren Bauch und begann, Melanie’s angeschwollene Körpermitte zu streicheln. Erst ganz sanft, dann verstärkte er vorsichtig den Druck, bis er die pralle Wölbung zum Schluss beinahe knetete. Adrian’s Bauchmassage ließ Melanie immer wieder wohlig aufstöhnen und ab und zu auch aufstoßen, aber sie genoss es mindestens genauso sehr wie Adrian. Der wiederum war ziemlich beeindruckt, wie hart sich vor allem Melanie’s Magen nach diesem üppigen Abendessen anfühlte. Gleichzeitig aber war ihr Bauch auch seltsam weich dank der dünnen Speckschicht, die Melanie sich in den letzten Wochen angefressen hatte. Wenn Adrian so darüber nachdachte, dann wäre er gerne dabei gewesen. Wie gern hätte er ihr dabei geholfen oder auch nur zugesehen.

Nach rund zwanzig Minuten gab Melanie Adrian zu verstehen, dass es genug war.

"Du kannst jetzt den Pudding holen." lächelte sie ihn an.

Adrian stand auf und ging zum Kühlschrank hinüber. Ein kurzer Blick und er hatte die Nachspeise erspäht. Er nahm die Schüssel aus dem Kühlschrank und ging wieder zu Melanie hinüber, dann setzte er sich wieder. Die Schüssel war nicht besonders groß,. Adrian schätzte, das es nicht viel mehr war, als wenn er in einem Supermarkt zwei mittelgroße Becher eines beliebigen Yoghurts gekauft hätte. Nach dem was Melanie aber vorhin schon alles in sich hinein gezwängt hatte, würde es trotzdem mehr als genug sein.

Adrian tauchte schließlich seinen Finger in den Pudding und leckte dann die süße Masse ab. Wenn Melanie den Pudding wirklich selbst gemacht hatte, dann bestätigte das nur, dass sie eine unglaublich gute Köchin war.

"He, was soll das denn werden?" fragte Melanie und setzte ein Gesicht auf so als wäre sie beleidigt. "Diese Nachspeise ist für mich, deine Nachspeise bekommst du später." grinste sie ihn dann aber gleich wieder an.

Adrian nickte und tauchte erneut seinen Finger in die Schüssel, doch dieses Mal ließ streckte er Melanie seine Hand entgegen. Die öffnete ihren Mund und leckte dann gierig Adrian’s Finger ab, bis dieser wieder völlig sauber war.

"Mehr…" hauchte Melanie, die ihre Augen geschlossen hatte, und Adrian sorgte für Nachschub. Mal für Mal tauchte er seinen Finger in den Pudding und ließ dann Melanie die süße Masse ablecken, bis nach wenigen Minuten bereits mehr als die Hälfte des Pudding in Melanie’s ohnehin schon vollem Bauch verschwunden waren. Das hinderte sie aber nicht daran, ihn immer wieder aufzufordern, nicht aufzuhören, und so machte Adrian weiter. Bis Melanie schließlich die ganze Schüssel leer gegessen hatte. Ein letztes Mal zog Adrian seinen Finger aus Melanie’s Mund, und sie rülpste ungeniert.

"Mehr..:" sagte Melanie noch einmal, doch Adrian schüttelte den Kopf.

"Ist nicht’s mehr da, tut mir leid…" antwortete er wahrheitsgemäß.

Melanie öffnete ihre Augen und überzeugte sich davon, dann blickte sie Adrian einen Augenblick lang enttäuscht an. Nur drei Sekunden später meinte sie ernst: "Hol’ die Pralinen."

Adrian warf ihr einen verblüfften Blick zu. Natürlich hatte er ihr die Pralinen nicht mitgebracht, damit sie sie in die Vitrine stellte. Aber dass Melanie nach alldem auch noch diese Dickmacher in ihren Körper zwängen wollte, was wirklich erstaunlich. Inzwischen musste ihr doch kotzübel sein. Aber entweder lag Adrian mit dieser Vermutung falsch und Melanie war in der Tat so verfressen, oder sie war einfach unvernünftig. Wie dem auch war, Adrian erhob sich schließlich und ging ins Wohnzimmer, um sein vorhin mitgebrachtes Geschenk zu holen.

Adrian hatte gerade die Pralinenschachtel genommen und drehte sich um, als Melanie hinter ihm ins Wohnzimmer trat. Sie hatte Bluse und Rock ausgezogen und stand nun nur noch in Slip und BH bekleidet vor ihm. Das heisst, im Moment lehnte sie sich ziemlich erschöpft gegen den Türrahmen und hielt mit beiden Händen ihren geschwollenen Leib, doch immerhin stand sie.

"Lass’ uns hier weiter machen." meinte sie und watschelte zur Couch hinüber. Sie ließ sich vorsichtig nieder und streckte sich so gut wie möglich aus. Dann schloss sie erneut ihre Augen, öffnete ihren Mund und wartete darauf, dass Adrian ihr die erste Praline in den Mund schob. Adrian fiel es schwer, angesichts von Melanie’s so präsentierter Weiblichkeit nicht sofort über sie her zu fallen. Er ging schließlich vor Melanie auf die Knie und setzte sich dann auf seine Fersen. Dann riss er die Verpackung auf und nahm die erste der Pralinen heraus, schob sie Melanie in den Mund und wartete darauf, dass sie sie auf aß. Melanie kaute eine halbe Minute, schluckte dann schwer und öffnete in Erwartung der nächsten den Mund. Adrian gab sie ihr, und so ging es eine Weile dahin, bis Melanie nach fast zwanzig Minuten auch noch alle Pralinen geschafft hatte. Dann aber sollte endgültig Schluss sein. Melanie hatte mittlerweile einen leichten Schluckauf, und die letzten Pralinen hatte sie eigentlich nicht mehr richtig gekaut, sondern nur noch darauf gewartet, dass sie in ihrem Mund geschmolzen waren, bevor sie sie endlich hinunter schluckte. Adrian befürchtete, dass Melanie sich wohl jeden Moment übergeben müsste, doch auf seine Nachfrage hin schüttelte sie nur den Kopf und meinte, dass es schon gehen würde.

"Nur eine Pause hab’ ich jetzt nötig…" meinte sie schwach und schob einen Rülpser hinterher.

Das konnte Adrian sich vorstellen. Eine Weile lag Melanie einfach nur da und rührte sich nicht mehr, und nachdem die beiden sich im Moment auch nichts zu sagen hatten, waren die gurgelnden Laute aus Melanie’s Bauch die einzigen Geräusche, die die Stille im Zimmer unterbrachen. Irgendwann schien Melanie sich halbwegs erholt zu haben.

"Mein Gott, bin ich voll…" lächelte sie Adrian verlegen an.

Der sagte nichts, sondern lächelte nur zurück und gab ihr dann einen Kuss auf die Wange. Melanie ließ sich schließlich von ihm hoch helfen, dann watschelte sie an Adrian’s Seite und von ihm gestützt in ihr Schlafzimmer, wo Adrian seine versprochene Nachspeise bekommen sollte.

Dieses Mal war es Adrian, der Melanie erst am nächsten Morgen verließ. Selbstverständlich, nachdem er ihr ein großzügiges Frühstück im Bett serviert hatte. Und nachdem sie sich versprochen hatten, dass dieses Treffen nicht ihr letztes gewesen sein sollte.

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