kinjiro – Der Kompromiss – 1 – Melanie

Adrian blickte ungeduldig auf die Uhr. Es musste jeden Moment so weit sein, gleich würde die Türklingel ertönen und er würde Melanie endlich herein bitten können. Die ganze Woche über hatte er sich unheimlich auf den heutigen Abend gefreut, aber Adrian war auch furchtbar nervös gewesen. Verständlich, denn was Melanie und er verabredet hatten, war ja auch etwas nicht ganz alltägliches. Andererseits waren sie beide alt genug um zu wissen, was sie da vor hatten. Wann immer Adrian Zweifel an ihrem Vorhaben kamen, dann sagte er sich das. Und, dass sie ja auch keinerlei Verpflichtung eingegangen waren. Es war nicht viel mehr als ein Treffen von zwei Freunden. Vielleicht war das ein bisschen übertrieben, aber sie waren jedenfalls gute Bekannte, wenn sie sich doch auch nur über das Internet kannten.

Adrian und Melanie hatten sich bereits vor langer Zeit, mittlerweile fast zwei Jahren, in einem Forum auf einer amerikanischen Website kennengelernt. Es war zwar ein internationales Forum, aber die meisten der dort aktiven User sprachen erfahrungsgemäß englisch, da so die sonst bestehende Sprachbarriere gebrochen werden konnte. Irgendwann aber hatte sich Melanie ein Herz gefasst und in ihrer Muttersprache einen Beitrag verfasst, nachdem sie sehen wollte, ob es neben ihr noch andere User aus Deutschland gab. In der Tat hatte es davon einige gegeben, und einer davon war Adrian gewesen. Während der Kontakt zu den anderen recht bald wieder eingeschlafen war, hatten Adrian und Melanie sich regelmäßig geschrieben, miteinander gechattet oder sonstwie Kontakt gehalten. Nur zu einem realen Treffen der beiden war es bisher noch nicht gekommen, was auch mit der Vorliebe, die sie teilten, zusammen hing. Vielleicht war es Ironie, dass sie auf der einen Seite gerade dadurch ihre Bekanntschaft gemacht hatten, andererseits aber aus demselben Grund bisher nie mehr als einen regen Austausch über das Internet gewagt hatten. Sowohl Adrian als auch Melanie waren dem sog. "Belly Stuffing"-Fetisch zugetan und hatten diverse Fantasien dazu entwickelt, sich darüber ausgetauscht und so über die Vorliebe einander auch in anderen Bereichen besser kennengelernt. Die Vorliebe war es auch gewesen, die sie überhaupt erst in dieses Forum geführt hatte. Und eigentlich verstanden sie einander wirklich sehr gut, so dass nichts dagegen gesprochen hätte, das Ganze eine Stufe anzuheben und sich auch einmal abseits der digitalen Welt zu treffen. Wenn es da nicht ein Problem gegeben hätte: sowohl Adrian als auch Melanie verspürten nicht den Drang, ihre Vorliebe selbst auszuüben, stattdessen wollten sie jemand anderen dabei unterstützen. Insofern hatten sie sich nicht von den meisten anderen Usern in besagtem Forum, die Fantasien dieser Art besaßen, unterschieden. Natürlich scherzten sie bei ihren gemeinsamen Chat-Sessions gelegentlich darüber, wie sie den oder die jeweils andere bekochen und verwöhnen würden, wenn es denn zu einem realen Treffen kommen würde. Sowohl Adrian als auch Melanie war jedoch bewusst, dass es sich dabei nur um einen Spaß handelte, weder Adrian noch Melanie wären bereit gewesen, das Ganze dann in die Tat umzusetzen und selbst aktiv zu praktizieren.

Zumindest war das bis vor rund einem Monat so gewesen.

Interessanterweise war die ganze Sache von Melanie ausgegangen. Melanie hatte zu diesem Zeitpunkt gerade wieder eine ihrer zumeist relativ flüchtigen Beziehungen beendet und während der Chat-Session, die sie an diesem Tag mit ihm abhielt, Adrian – wie sie es bei solchen Anlässen auch zuvor schon getan hatte – damit geneckt, wie sehr sie sich aufgrund einer solchen Trennung doch jedes Mal zu einer Frustesserin entwickelte. Und wie üblich hatte auch Adrian seine scherzhaft gemeinten Kommentare hierüber angebracht, bis Melanie irgendwann ziemlich ernst geworden war und gemeint hatte, dass sie unter bestimmten Umständen vielleicht bereit wäre, das Ganze doch einmal selbst auszuprobieren. Adrian hatte erst nicht gewusst, ob Melanie sich nicht einen Spaß mit ihm erlaubte, doch mehr und mehr wurde ihm klar, dass Melanie ihren Vorschlag absolut ernst meinte. Adrian erbat sich zwei Tage Bedenkzeit, bevor er Melanie seine Entscheidung mitteilen wollte. Zumindest der erste Teil ihres Vorschlags, so musste er zugeben, gefiel ihm doch recht gut. Melanie würde ihn besuchen, und er dürfte sie einen Abend lang bekochen. Sie würde sich alle Mühe geben, alles auf zuessen, was er ihr vorsetzte, und alles, was an diesem Abend sonst noch passieren würde, sollten sie ihrer Meinung nach einfach auf sich zukommen lassen. Soweit war es für Adrian kein Problem. Allerdings war das nur die eine Seite der Medaille. Wenn Adrian zusagte, dann bedeutete das gleichzeitig, dass er nur eine Woche später als Gast bei Melanie zu erscheinen hatte, um sich anschließend von ihr bekochen zu lassen und ebenso wie sie zu futtern als gäbe es kein Morgen. Dennoch war Adrian letzten Endes einverstanden – wahrscheinlich war er einfach viel zu neugierig, wie sich insbesondere der Abend, an dem er Melanie bekochen sollte, entwickeln würde. So tauschten die beiden kurz darauf ihre Telefonnummern und Adressen aus – zu ihrer beider Überraschung lebten sie kaum mehr als eine Stunde von einander entfernt – und verabredeten sich für einen Samstagabend.

Heute war dieser Samstagabend.

Es klingelte. Adrian ging hastig zur Wohnungstür, um Melanie zu öffnen. Er war wahnsinnig gespannt, wie Melanie wohl aussehen würde, und er war beinahe enttäuscht, als er sie dann sah. Nicht, weil Melanie nicht besonders hübsch gewesen wäre. Denn das war sie. Eher, weil er sie sich fast ganz genau so vorgestellt hatte. Vielleicht war das aber auch keine Überraschung, denn genau so hatte Melanie sich beschrieben. Knapp 1,65 m groß, lockiges braunes Haar, das bis über ihre Schultern herab hing, grüne Augen und ein süßer Schmollmund. Nur in einem Punkt hatte Melanie nicht ganz die Wahrheit gesagt. Während ihrer Unterhaltungen im Netz hatte sie stets betont, eine weibliche Figur zu haben, was aber ihrer Behauptung nach nicht hieß, dass sie dick oder auch nur mollig war. In der Tat hatte sie eine sogar überaus weibliche Figur mit formschönen Brüsten, die sich unter ihrem Top abzeichneten, und wohlgeformten Hüften. Was Melanie allerdings verschwiegen hatte: sie war nicht so schlank, wie sie es behauptet hatte. In Wirklichkeit schob sie ein kleines, aber doch vorhandenes Bäuchlein vor sich her, das sich frech über den Bund dieser viel zu engen Jeans schob. Zumindest als pummelig konnte man Melanie damit bezeichnen, ohne dass man deswegen ein schlechtes Gewissen haben musste.

Adrian und Melanie begrüssten sich und er bat sie herein. Adrian erkannte, dass auch Melanie einigermaßen aufgeregt war, doch sie war ein wenig geübter darin als er selbst, es sich nicht anmerken zu lassen. Melanie lächelte unentwegt, was schon sehr bald dazu beitragen würde, dass auch Adrian seine Nervosität vergessen sollte. Die beiden verstanden sich relativ gut, was aber nach ihrer langjährigen Freundschaft über das Internet keine so große Überraschung war, und so fiel es ihnen nicht schwer, sich schon jetzt über dieses und jenes zu unterhalten. Natürlich erkundigte sich Adrian, ob Melanie problemlos her gefunden hatte – am Telefon hatte sie noch gemeint, dass die Wegbeschreibung ziemlich kompliziert geklungen habe. Aber die beiden gingen schnell von derartigem Smalltalk auf andere Themen über.

Adrian führte Melanie ins Esszimmer. Er hatte den Tisch für seine Verhältnisse wirklich schön dekoriert, normalerweise verzichtete Adrian auf Kerzenlicht und dergleichen. Heute aber wollte er Melanie einen schönen Abend bereiten, auch wenn das Hauptaugenmerk auf Melanies geplanten Gelage liegen würde. Adrian hatte den ganzen Nachmittag in der Küche gestanden und ein paar sehr leckere Dinge zubereitet, alles Gerichte, die Melanie nach ihrer eigenen Aussage sehr gern mochte. Adrian bat Melanie, sich zu setzen, dann fragte er sie: "Ich hoffe, du hast Appetit mitgebracht?"

Melanie nickte. "Ja, habe ich."

"Gut, dann wollen wir mal was unternehmen, damit du nicht länger Hunger leiden musst." scherzte Adrian. Dann ging er in die Küche, um die Vorspeise zu holen und anschließend zu servieren. Gemüsesuppe. Nicht ganz das, was Adrian sich gewünscht hätte, aber Melanie hatte darauf bestanden. Und nachdem heute ihr Abend anstand, hatte Adrian Melanie’s Wunsch natürlich entsprochen.

Adrian setzte Melanie ihren Teller vor und sie bedankte sich. Nachdem Adrian sich ihr gegenüber gesetzt hatte, begannen sie zu essen. Melanie kostete die Suppe als erste.

""Mmh, die schmeckt gut." kommentierte sie Adrian’s Kochkunst. Der bedankte sich mit einem Nicken. Es stimmte, er hatte die Suppe recht gut hinbekommen, schön würzig und sie war auch nicht zu heiss. Allerdings war sie für Adrian’s Geschmack ein klein wenig zu salzig geraten. Melanie schien das aber überhaupt nicht zu stören, und so leerte sie munter Löffel für Löffel ihren Teller. Sie war etwas früher als Adrian fertig, und er erkundigte sich, ob sie noch eine Portion wollte. Melanie bejahte, und so füllte Adrian ihren Teller ein zweites Mal. Auch diese Portion hatte Melanie schnell gegessen, und auch Adrian war mittlerweile mit seiner Vorspeise fertig. Er stand auf und deckte rasch die Suppenteller ab, nachdem er Melanie das Hauptgericht des heutigen Abends angekündigt hatte. Adrian bat sie, sitzen zu bleiben und kurz auf ihn zu warten, während er in die Küche verschwinden und die Hauptspeise rasch fertig zubereiten würde. Wenn sie wollte, dann konnte sie natürlich auch ein wenig seine Wohnung erkundschaften.

In der Küche stellte Adrian die Suppenteller in die Spüle und ging dann an den Herd, um die Fettuccini zu erhitzen. Zu Trinken gab es Wein. Auch Fettuccini waren nicht gerade Adrian’s Lieblingsessen, aber er wusste, dass Melanie davon begeistert sein würde. Sie hatte ihm einmal erzählt, dass sie sich daran bis zum Platzen gütlich tun könnte, und auch wenn sie dieses letzte Ziel heute nicht anstrebten, so sollte Melanie dem doch am Ende sehr nahe kommen. Also hatte Adrian eine wirklich riesige Menge der Nudeln zubereitet, dazu eine leckere Soße mit Garnelen gekocht und war jetzt selbst überrascht, wie lecker das Ganze aussah und auch duftete. Er gab rasch zwei Portionen auf zwei noch unbenutzte Teller, eine etwas kleinere für sich selbst und eine ziemlich üppige für Melanie, und machte sich dann auf den Weg zurück ins Esszimmer.

Als Adrian das Esszimmer betrat sah er Melanie am Kaminsims stehen. Sie betrachtete die Photos, die er dort platziert hatte, drehte sich jedoch um als sie Adrian zurückkommen hörte. Sie erkannte gleich, was Adrian ihr servieren würde, und in ihrem Gesicht machte sich ein Lächeln breit. Immerhin hatte sie Adrian mehrere Alternativen genannt, was er heute Abend kochen könnte. Dass er sich genau für ihr absolutes Leib- und Magengericht entschieden hatte zeigte allerdings, dass er durchaus ein aufmerksamer Zuhörer war.

"Wunderbar, genau darauf hab’ ich jetzt Lust." Melanie blinzelte Adrian vielsagend zu und begab sich wieder auf ihren Platz.

Adrian stellte den Teller vor ihr ab und setzte sich dann ebenfalls. "Ich hab’ mir schon gedacht, dass du dich freuen wirst. Ich hoffe nur, dass es auch schmeckt – es ist nämlich noch viel da, und es wäre schade, wenn etwas übrig bleibt." meinte er.

Melanie griff nach ihrer Gabel und probierte die Fettuccini. Sie schloss die Augen und kaute genüsslich, schluckte und meinte dann: "Keine Sorge, da bleibt nichts übrig."

Adrian lächelte. Zum einen, weil er sich über das erneute, diesmal indirekte Kompliment freute, zum anderen, weil Melanie ja keine Ahnung hatte, wie viel Fettuccini er tatsächlich noch in der Küche hatte.

Adrian und Melanie begannen wieder zu essen. Adrian musste fest stellen, dass es tatsächlich besser schmeckte als er erwartet hatte, und so ließ er es sich ebenso schmecken wie Melanie. Natürlich aß Melanie etwas schneller als er, und wie vorhin schon hatte sie auch diesmal ihren Teller bereits geleert, als Adrian noch mehr als die Hälfte vor sich hatte. Adrian brauchte gar nicht zu fragen, ob sie eine weitere Portion mochte, und so stand er auf, ließ sich ihren Teller geben und ging in die Küche, um Nachschlag zu holen. Die zweite Portion fiel mindestens genauso üppig aus wie die erste, und als Adrian zurückkam und sie Melanie gab, da lächelte sie zufrieden. Adrian schenkte ihr auch Wein nach, dann setzte er sich wieder.

So begann Melanie erneut, ihren Teller zu leeren. Sie aß immer noch genauso schnell, ja beinahe gierig, wie vorhin. Adrian vermutete, dass es damit bald vorbei sein würde, doch zu seinem Erstaunen schaffte Melanie auch diese Portion scheinbar mühelos. Zwar hatte sie gelegentlich unter den Tisch gefasst und den Bund ihrer wirklich viel zu engen Jeans zurecht gerückt, aber auch dieses Mal hatte Melanie ihren Teller geleert, bevor Adrian überhaupt seine erste Portion geschafft hatte. Melanie hatte gerade die Gabel das letzte Mal zum Mund geführt, als sie mit einem leisen, aber dennoch ungenierten Rülpser das Erreichen des nächsten Zwischenziels bekannt gab.

"Möchtest du noch etwas?" fragte Adrian, der sich nun doch ein wenig wunderte, wie Melanie so viel essen konnte. Er selbst war nach der noch nicht ganz geschafften Portion selbst schon relativ satt, und noch stand ja die Nachspeise an.

"Aber gern, wenn noch etwas da ist." meinte Melanie und hielt Adrian schon wieder ihren Teller entgegen. Der stand auf und ging abermals in die Küche, um Melanie’s Teller mit einem riesigen Berg Nudeln zu behäufen und anschließend mit Soße zu übergießen. Dann ging er wieder zurück ins Esszimmer, wo Melanie bereits auf ihn wartete.

"Du meinst es ja echt gut mit mir." staunte Melanie, als Adrian ihr die dritte Portion in dieser Größenordnung vorsetzte.

"Aber selbstverständlich." antwortete Adrian. "Ich wäre ja wohl ein schlechter Gastgeber, wenn ich dich nicht satt bekäme."

Melanie grinste zur Antwort zurück und begann dann wieder zu essen. Adrian beobachtete sie dabei. Immer noch schaufelte Melanie des Essen scheinbar mühelos in sich hinein, doch wenn er genau hinsah, so bemerkte Adrian, dass Melanie jetzt ein klein wenig langsamer aß und auch länger kaute. Nichtsdestotrotz gefiel es Adrian, Melanie dabei zuzusehen, wie sie es sich schmecken ließ, und so vergaß er beinahe, selbst endlich auf zuessen. Melanie bemerkte, wie er sie anstarrte.

"Weißt du," meinte sie verlegen, "eigentlich bin ich schon ziemlich satt." Sie machte eine Pause, so als wollte sie noch etwas sagen, was sie aber nicht tat.

"Aber?" fragte Adrian, dem das natürlich nicht entgangen war.

"Ich muss dir ein Geständnis machen." sagte Melanie. Sie kaute schnell zu Ende und schluckte, dann blickte sie ihn an und lächelte. "Ich hab’ ein wenig trainiert. Sonst hätte ich bestimmt nicht so viel geschafft."

"Aha." machte Adrian. Daher wehte also der Wind. Offensichtlich war es nicht das erste Mal, dass Melanie etwas wie das hier tat. Adrian begann sich zu fragen, wann sie damit angefangen hatte, ihre Fantasien in die Tat umzusetzen. Einen Monat mochte es mindestens her sein, denn da hatte sie ihn das erste Mal direkt darauf angesprochen. Vielleicht aber auch schon viel länger, denn Melanie hatte schon oft in früheren Gesprächen Andeutungen gemacht, die Adrian damals aber immer als Scherze angesehen und ihnen daher keine weitere Beachtung geschenkt hatte.

"Ja, es ist so." bekräftigte Melanie nochmal ihre Behauptung. "Oder meinst du vielleicht, das hier kommt von allein?" Als sie die Frage stellte, strich sie sich mit der linken Hand sanft über ihr kleines Speckbäuchlein.

"Also wenn du’s nicht gesagt hättest… ich meine, es ist mir noch gar nicht aufgefallen." neckte Adrian sie und tat so, als würde er die süße Rundung ihrer Körpermitte zum ersten Mal wahrnehmen. In der Tat war ihm so, als sei Melanie’s Bauch durch das Essen bereits ein klein wenig dicker als vorhin.

"Scherzkeks." antwortete Melanie und spielte die Beleidigte. "Aber warte erstmal, bis ich richtig satt bin. Dann wirst du mal sehen, was in meine kleine Wampe so alles rein passt."

Das wollte Adrian nur zu gerne. Ihm war nicht verborgen geblieben, wie Melanie die Worte meine kleine Wampe ausgesprochen hatte. Es schien ihr überhaupt nichts auszumachen, es so zu sagen. Im Gegenteil hatte es so geklungen, als konnte sie es selbst kaum erwarten, noch mehr in ihr Bäuchlein zu stopfen. So ließen die beiden das Gespräch auch vorerst ruhen und Melanie machte sich daran, weiter zuessen.

Nach einer Weile wurde Melanie merklich langsamer. Sie hatte schon gute drei Viertel der Portion geschafft, und mittlerweile war ihr die Anstrengung deutlich anzusehen. Jedes Mal, bevor sie die Gabel erneut zu ihrem Mund führte, atmete sie einige Male schwer ein und aus, aber sie aß dennoch weiter. Gelegentlich musste sie auch aufstoßen, was sie aber völlig ungeniert tat – sehr zu Adrian’s Gefallen, dem es durchaus gefiel, wenn eine Frau sich bei einer derart üppigen Mahlzeit so gab.

Melanie hatte gerade wieder einen Bissen in ihren Mund gesteckt und kaute noch, als sie sich zurücklehnte und am Knopf ihrer Hose herum zu fummeln begann. Mit wenigen Fingergriffen hatte sie ihn durch das kleine Loch geschoben und so ihre Hose geöffnet, was ihrem Bauch ein ganzes Stück mehr Freiheit schenkte. Nach dem bisherigen Gelage wölbte er sich nun deutlich praller als zu Beginn nach vorn und schob sich frech aus Melanie’s geöffneter Jeans. Melanie warf Adrian einen prüfenden Blick zu, ob er sie auch wirklich dabei beobachtet hatte, wie sie ihre Jeans hatte öffnen müssen. Als sie fest stellte, dass er es getan hatte, grinste sie ihn schelmisch an.

"Siehst du, was du mit mir machst?" fragte sie ihn. Damit stand sie auf und drehte sich zur Seite, so dass Adrian sie nun im Profil betrachten konnte. Selbst jetzt, als Melanie stand, wölbte ihr Bauch sich ob des vielen Essens, das mittlerweile dort hinein gewandert war, deutlich sichtbar nach vorn und ließ Melanie beinahe wirken, als wäre sie schwanger. "Das ist alles deine Schuld." scherzte Melanie weiter, ohne aber zugleich die Gabel ein weiteres Mal mit Nudeln zu beladen, noch bevor sie sich wieder setzte.

Adrian gab keine Antwort sondern beobachtete Melanie, wie sie sich erst setzte und dann weiter aß. Erst nachdem sie auch die dritte Portion ganz aufgegessen hatte und sich satt in ihrem Stuhl zurücklehnte, da war es an der Zeit, dass Adrian wieder etwas sagte.

"Und, satt?" fragte er sie knapp.

Melanie rülpste leise und meinte dann: "Ja, jetzt schon. Aber für die Nachspeise hab’ ich schon noch Platz."

"Nachspeise?" fragte Adrian mit gespielter Verwunderung. "Soweit ist es noch nicht, meine Liebe."

"Was meinst du damit?" fragte Melanie überrascht. "Sag bloss, du hast noch mehr davon." Dabei zeigte sie auf ihren jetzt leeren Teller.

"Kann sein." antwortete Adrian. "Du wirst doch wohl nicht jetzt schon aufgeben wollen?" fragte er dann vorwurfsvoll.

Melanie blickte ihn einen Moment prüfend an so als wolle sie fest stellen ob Adrian nun scherzte oder nicht. Dann seufzte sie. "Also wenn noch etwas da ist… ich meine, es soll ja nichts übrig bleiben…"

"Richtig." sagte Adrian und stand auf. Er nahm den seinen und den ihren Teller und ging zum wiederholten Male in die Küche. Er stellte seinen Teller in die Spüle, dann befüllte er Melanie’s zum vierten Mal mit den Fettuccini. Es war nicht mehr viel übrig, aber es reichte dennoch, ihren Teller noch einmal etwa halb so gut zu füllen wie bei den vorangegangenen Portionen. Adrian goß noch etwas Soße darüber, dann ging er wieder zurück zu Melanie und stellte den Teller vor ihr ab.

"Oh…" machte Melanie, als sie schon wieder Nudeln vor sich erblickte. "Ich hab’ jetzt wirklich gedacht, du machst einen Scherz."

"Hab’ ich nicht." erwiderte Adrian. Nebenbei füllte er Melanie’s Weinglas erneut.

"Das sehe ich." meinte Melanie, die jetzt etwas gequält lächelte. "Und du möchtest, dass ich das jetzt auch noch esse?"

"Ja."

"Und die Nachspeise?" fragte Melanie weiter.

"Die Nachspeise gibt’s später." erklärte Adrian.

"Na gut." seufzte Melanie. "Wenn ich dann noch kann…"

Adrian sagte nichts mehr, sondern er wartete darauf, dass Melanie weiter aß. Was sie auch nach einem weiteren Seufzer tat. Ganz offensichtlich war es nicht gespielt, sondern Melanie war mittlerweile wirklich ziemlich satt. Vorhin, noch bis kurz vor Ende ihrer dritten Portion, hatte sie versucht, Adrian ihren scheinbar unstillbaren Appetit zu zeigen. Nun konnte sie beweisen, wie weit es damit wirklich her war und wie viel sie davon nur vorgegaukelt hatte.

In den nächsten fünfzehn Minuten schaufelte Melanie ganz langsam auch diese Portion Nudeln in sich hinein. Auch wenn sie – so wie sie es behauptet hatte – seit einiger Zeit gelegentlich solche Fressorgien abhielt, so war es doch offensichtlich, dass sie dabei selten soviel wie heute gegessen haben dürfte. Immer wieder stand Melanie kurz davor, aufzugeben, doch jedes Mal, wenn sie Adrian anblickte, der sie unentwegt beobachtete, dann zwang sie sich, weiter zuessen. Sie hatte ihm immerhin versprochen, dass sie alles aufessen würde, was er ihr vorsetzen würde. Davon abgesehen war Adrian aber wirklich ein sehr guter Koch, und trotz des allmählich unangenehm werdenden Völlegefühls wollte Melanie noch nicht aufhören. Die Fettuccini schmeckten einfach zu gut. Ob Adrian wohl wusste, wie gut er tatsächlich kochen konnte?

Irgendwann hatte Melanie tatsächlich auch die vierte Portion geschafft. Zum Ende hin war ihr beinahe schlecht geworden, und fast hätte sie es nicht geschafft. Sie hatte sich gehörig zwingen müssen, den Teller auch dieses Mal komplett zu leeren, aber nachdem sie alles aufgegessen hatte, da war sie richtig stolz auf sich selbst. Schon während sie noch gegessen hatte, hatte sie bemerkt, wie ihr ziemlich warm geworden war und sich allmählich sogar kleine Schweißperlen auf ihrer Stirn gebildet hatten. Im Moment fühlte sie sich nur noch satt und erschöpft und fragte sich, wie um alles in der Welt sie die Nachspeise noch schaffen sollte. Geschweige denn, ob die überhaupt noch in ihren Bauch passte. Ein Blick auf denselben ließ sie amüsiert grinsen. All das Essen, das sie in den letzten eineinhalb Stunden dort hinein gestopft hatte, zwang ihren Bauch nun, die Form einer nach aussen gewölbten Halbkugel einzunehmen. Ab und an konnte sie gurgelnde Laute aus ihrem Magen vernehmen, der sich damit abmühte, all das Essen zu verdauen. Melanie legte eine Hand auf ihren Bauch und streichelte sanft darüber. Ziemlich erstaunlich, wie hart die pralle Wölbung sich jetzt anfühlte.

"Siehst du, du hast es ja doch noch geschafft." meinte Adrian anerkennend.

"Ja," freute Melanie sich, "aber lass uns mit der Nachspeise noch ein wenig warten. Ich krieg’ im Moment bestimmt nichts mehr runter…"

"Meinetwegen." antwortete Adrian. "Möchtest du dich vielleicht ins Wohnzimmer setzen? Auf die Couch? Die ist sicher bequemer als der Stuhl hier."

"Oh ja gern, das wäre klasse." antwortete Melanie, die sich jetzt am liebsten hingelegt hätte.

"Warte, ich helf dir." sagte Adrian, stand auf und reichte Melanie die Hand, um ihr beim Aufstehen zu helfen. Sie nahm seine Hand dankend an und ließ sich mehr oder weniger von ihm hochziehen, nachdem sie sich im Moment wirklich ziemlich erledigt fühlte. All die Nudeln lagen ihr ziemlich schwer im Magen, und nachdem sie aufgestanden war, folgte sie Adrian watschelnd in sein Wohnzimmer. Dort ließ sie sich vorsichtig auf die Couch fallen und streckte sich so gut sie konnte aus. Nach einer derartigen Fressorgie war das gar nicht so leicht, schließlich drückte ihr Magen ziemlich und sie wollte keinesfalls, dass ihr doch noch übel würde und sie so den bisher wirklich schönen Abend versauen würde.

"Ruh dich etwas aus, ich decke derweil ab und komme dann gleich zu dir." erklärte Adrian und machte sich gleich an die Arbeit.

Melanie war das ganz Recht. Bis jetzt war Adrian ein wirklich guter Gastgeber gewesen, und sympathisch waren sie sich sowieso. Sie hatten sich die ganze Zeit über beim Essen unterhalten, so dass es nichts schaden würde, ein paar Minuten Pause einzulegen. Zumal sie ja noch nicht wussten, wie lang der Abend letzten Endes werden sollte. So lag Melanie eine Zeit lang einfach nur da und ruhte sich nach dem üppigen Abendessen aus. Der viele Wein tat sein übriges, und so hatte Melanie die Augen geschlossen und döste schon beinahe vor sich hin. Noch nie zuvor in ihrem Leben hatte sie sich dermaßen überfressen. Es stimmte, sie hatte vor einiger Zeit angefangen, ihre Vorliebe aktiv auszuüben und nicht mehr nur darüber zu fantasieren. Aber sie hatte immer irgendwie nie so viel geschafft, wie sie es sich wünschte. Vielleicht, weil ihr einfach der Ansporn dazu gefehlt hatte. Heute Abend, wo Adrian sie so verwöhnte, war es ihr verhältnismäßig leicht gefallen, derartige Mengen in ihren Bauch zu stopfen. Zu Wissen, wie Adrian sie dabei beobachtete, hatte ihr ziemlich gefallen und nicht unerheblich dazu beigetragen, dass sie selbst dann noch weiter gefuttert hatte, als sie eigentlich schon längst satt gewesen war.

Adrian hatte unterdessen seine Aufräumarbeiten beendet und war leise zurück ins Wohnzimmer gekommen. Melanie hatte ihn noch nicht bemerkt, da sie auf der Couch lag und vor sich hin döste – sie war doch hoffentlich nicht eingeschlafen? -, und so stand Adrian nun schon bestimmt zehn Minuten in der Tür und schaute Melanie wortlos an. Melanie war wirklich eine hübsche Frau. Wahrscheinlich wusste sie gar nicht, wie verführerisch sie im Moment auf ihn wirkte. Wie sie so auf der Couch lag, so überfressen und mit geöffneter Hose, aus der sich ihr praller Wanst schob – sie war wirklich unglaublich schön. Warum eigentlich hatten sie sich nicht schon früher einmal getroffen?

Irgendwann hatte Adrian das Gefühl, Melanie genug beobachtet zu haben, und er trat ganz ins Wohnzimmer und setzte sich neben sie auf die Couch. Melanie öffnete die Augen und lächelte ihn an.

"Zurück?" fragte sie.

"Ja." antwortete Adrian. "Und du, ausgeruht?"

"Ich glaube ja." meinte Melanie. "Ich bin zwar immer noch satt, aber ich schätze, die Nachspeise passt jetzt rein." Während sie das sagte, tätschelte sanft sie ihre aufgeblähte Körpermitte.

"Freut mich, das zu hören." erwiderte Adrian. "Es ist auch nicht mehr so viel." Melanie nickte erleichtert, und Adrian zeigte ihr dann den Teller, den er auf dem Wohnzimmertisch abgestellt hatte. Darauf standen zwei Stücke Schokoladentorte.

"Du hast nur eine Gabel mitgebracht." stellte Melanie fest.

"Ja." Adrian lächelte verlegen. "Weißt du, ich bin kein Fan von Desserts…"

"Dann ist das alles für mich?" fragte Melanie. Adrian nickte. "Ehrlich, du meinst es sowas von gut mit mir." lachte Melanie.

"Selbstverständlich. Warum denn auch nicht?" entgegnete Adrian.

"Ok, dann mal los." sprach Melanie sich selbst Mut zu und griff nach der Gabel, aber Adrian ergriff ihren Arm und hielt ihn sanft fest.

"Moment, so geht das nicht. Wenn du erlaubst…" sagte er und nahm den Teller in die eine, die Gabel in die andere Hand. Dann stach er einen Bissen von einem der beiden Tortenstücke ab und hielt Melanie die Gabel entgegen.

Na, das ist ja mal ein Service." schmunzelte Melanie und ließ sich den ersten Bissen der Schokoladentorte in den Mund schieben. "Mmmh, lecker. Sag bloss, du hast die auch selbst gemacht?"

"Ja. Ich hoffe, sie schmeckt." antwortete Adrian.

"Und wie." Melanie wartete bereits auf den nächsten Bissen, den Adrian ihr sogleich in den Mund schob. Dann meinte sie, während sie noch kaute: "Also weißt du, so wie du kochst, backst… also wenn wir das öfter machen würden, dann würde ich bald auseinander gehen wie ein Pfannkuchen."

Adrian ließ Melanie’s Aussage so stehen und fuhr damit fort, sie mit der Torte zu füttern. Bissen für Bissen ließ Melanie sich in den Mund schieben, solange, bis erst das eine und schließlich auch das andere Tortenstück ratzeputz aufgegessen waren. Melanie’s voller Magen hatte sich bereits nach dem ersten Stück wieder bemerkbar gemacht und das Völlgefühl von vorhin war zurückgekehrt, aber sie hatte dennoch tapfer immer weiter gegessen und Adrian ein ums andere Mal verblüfft, wie viel sie in sich hineinzwängen konnte. Zum Schluss war sie dann allerdings so satt und voll gewesen, dass sie wirklich das Gefühl hatte, Platzen zu müssen. Melanie wusste, dass sie nicht einen Bissen mehr geschafft hätte, nachdem das letzte Stück der Torte erst in ihren Mund und dann in ihren Bauch gewandert war, und sie war gleichermaßen enttäuscht und froh darüber, dass endlich Schluss war. Gerne hätte sie weiter gemacht, doch sie konnte einfach nicht mehr.

Adrian hatte Melanie ungläubig dabei beobachtet, wie sie sich von ihm hatte füttern lassen. Ihm war es so vorgekommen, als habe er tatsächlich sehen können, wie ihr Bauch mit jedem geschafften Bissen ein wenig mehr angeschwollen war, aber vielleicht war das auch nur Einbildung gewesen. Jedenfalls hatte Melanie Wort gehalten und sich den ganzen Abend von ihm verwöhnen lassen, solange bis sie aberwitzige Mengen in sich hinein gestopft hatte und ihr Bauch sich aus dem anfangs weichen Speckbäuchlein in eine pralle Halbkugel verwandelt hatte. Und jetzt saß sie satt und erschöpft neben ihm auf der Couch, verdaute alles Gegessene und war einfach nur unglaublich schön. Ab und an gurgelte ihr Magen hörbar ob der abnormalen Füllung, und gelegentlich musste Melanie auch leise aufstoßen.

Und noch war der Abend nicht zu Ende.

Allerdings waren die anderen Genüsse, die sich Adrian und Melanie an diesem Abend noch gönnten, nicht mehr kulinarischer Natur. Eigentlich hatten sie es nicht geplant gehabt, doch irgendwie war beiden auch nicht danach gewesen, es zu verhindern, als es soweit war. Vermutlich hatte der Wein auch seinen Teil dazu beigetragen. Und so verließ Melanie Adrian erst am nächsten Morgen – nachdem er ihr ein ausgiebiges Frühstück im Bett serviert hatte.

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